Wir berichteten am vergangenen Samstag über die tragische Geschichte des heute 15 Jahre alten Dayron Neves Lima, der im Sommer 2017 bei einem Ausflug im Rahmen der Freizeitnachmittage der Gemeinde Sanem im Düdelinger Kletterpark aus rund zehn Metern Höhe von einer Plattform gestürzt war und sich dabei schwere Verletzungen zuzog.

Nun meldete sich die Sanemer Gemeindeverwaltung in dieser Angelegenheit bei uns. Während unseres Gespräches hatte der Vater von Dayron sich bekanntlich enttäuscht darüber gezeigt, dass sich niemand, weder vonseiten der Sanemer Gemeindeverwaltung noch vonseiten des Kletterparks, in den Wochen und Monaten nach dem Unfall für das Schicksal seines Jungen und der Familie interessiert habe.

Regelmäßig nach dem Gesundheitszustand gefragt

Diese Aussage möchten die Verantwortlichen der Gemeinde Sanem allerdings nicht so im Raum stehen lassen. Es sei nicht richtig, dass sich die Gemeindeverwaltung nicht für Dayron und seine Familie interessiert habe. Schon wenige Stunden nach dem Unfall habe Schöffe Marco Goelhausen (LSAP) Kontakt mit Dayrons Mutter aufgenommen. Mehrere Verantwortliche der Sanemer “Maison relais” hätten den Jungen denn auch im Rehazenter – wo er nach anderthalb Monaten Krankenhausaufenthalt hingebracht worden war – gemeinsam mit Goelhausen besucht. Auch habe sich der Schöffenrat regelmäßig über den Gesundheitszustand von Dayron informiert, zwar nicht bei der Familie selbst, aber in der “Maison relais”.

Deren Direktion stehe in regelmäßigen Kontakt mit Dayrons Eltern, um sich über dessen Befinden auf dem Laufenden zu halten. Bürgermeister Georges Engel (LSAP) habe des Weiteren mindestens zwei Unterhaltungen mit dem Vater des Unfallopfers geführt. Bei diesen sei auch über die zusätzlichen Unkosten gesprochen worden, die auf die Familie zugekommen seien und die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Bei den Gesprächen habe sich die Gemeinde offen gezeigt, diese Unkosten eventuell zu übernehmen.

Weiter heißt es von Seiten der Sanemer Gemeindeverwaltung, dass Schöffe Goelhausen, in seiner Funktion als CIGL-Präsident, Dayrons Vater, der zum Zeitpunkt des Unfalls arbeitslos war, einen auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag im Sanemer “Centre d’initiative et de gestion local” verschafft habe.

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