René Hoffmann ist verstorben. Der ehemalige Torwart der Jeunesse verschied überraschend während einer Routine-Operation am Knie. Hoffmann wurde 77 Jahre alt. Er wurde mit seiner Jeunesse zehnmal Landesmeister, dreimal Pokalsieger und hielt seinem Jugendverein stets die Treue. 36-mal lief er für die Nationalmannschaft auf.

Von Dan Elvinger und Philip Michel

Nach seiner Karriere war das Escher Urgestein Torwarttrainer beim Rekordmeister und bei der Nationalmannschaft. In den vergangenen Jahren war er Betreuer der FLF-Auswahl. Zuletzt konnte er an den Auswärtsländerspielen in Dänemark und Portugal wegen seiner anstehenden Operation nicht teilnehmen.

Nach dem Pokalsieg 1973

Sein langjähriger Weggefährte Paul Philipp (FLF-Präsident) reagierte bestürzt auf die traurige Kunde: “Diese Nachricht ist sehr schwer zu verdauen. Ein Escher Denkmal und ein fantastischer Kerl hat uns verlassen.”

Für Jeunesse bestritt René Hoffmann zwischen 1959 und 1979 insgesamt 343 Spiele. Er löste den lange Zeit unantastbaren “Poli” Steffen im Kasten ab, der seinerseits die Keeperposition von Hofmanns Vater René Hoffmann I übernommen hatte.

René Hoffmanns erste Partie in der ersten Mannschaft sollte gleich zu einem der Höhepunkte seiner Karriere werden. Weil sich Steffen 1959 beim Rückspiel im Europapokal der Landesmeister im polnischen Lodz (1:2-Niederlage nach 5:0-Hinspielerfolg) einen Finger brach, durfte Hoffmann in der zweiten Runde im Hinspiel bei Real Madrid (0:7) das Tor hüten. Die Duelle gegen die damals beste Mannschaft der Welt um Alfredo di Stefano und Ferenc Puskas markierten einen Wendepunkt in der Vereinshistorie. Zwar war zu diesem Zeitpunkt das Palmarès mit sechs Meistertiteln und vier Pokalsiegen bereits gut bestückt, doch sollte das Rückspiel gegen Real Madrid vor 19.000 Zuschauern im hauptstädtischen Stadion (Endstand 2:5) aus der Jeunesse einen reichen und über die Landesgrenzen hinweg bekannten Klub machen.

Das Tageblatt entbietet der trauernden Familie sein aufrichtiges Beileid.

3 Kommentare

  1. René Hoffmann, unsere Torhüterlegende, eine Ikone des einheimischen Fussballsportes, wird allen die ihn bei der Jeunesse oder in der Nationalelf zwischen den Pfosten in Aktion erlebt haben, in bester und dankbarer Erinnerung bleiben. Herzliches Beileid und Mitgefühl an die Hinterbliebenen.

  2. Net nemmen e groussen Fussballspiller, Goolkipstrainer a Member vun der technescher Kommissioun vun der FLF, mä och ë feinen, éihrlechen a jovialen Mensch huet ons onerwart verloss. Mir hun vill flott Momenter als Gegner, du Jeunesse, ech Spora, mä och als Matspiller an der Nationalequip, verbruecht. Mäin déiwste Bäileed der ganzer Famill, besonnesch dem Christian, den ech als Goolkiper a menger Zäit als Trainer zu Péiteng hat, a wou de René hien träinéiërt huet. Eddi Ren

  3. Ech hu mam René e ganz gudde Frënd verluer. Ech haat déi grouss Eier fir mam René joerlaang an senger Jeunesse ze spillen. De René wor emmer e grousst Virbild fir mech. Dem Edith, Christian a Roland onst haerzlechst Beileed.
    Äddi René.

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