Auf dem Gelände der Mehrzweckhalle in Clerf herrscht das für die Tage vor dem eigentlichen Event typische Gemisch aus Vorfreude und lässiger Geschäftigkeit. Laster liefern Bühnen an, ein Zeltgerüst nimmt mithilfe vieler Hände Form an. Entspannte Konzentration aufs Wesentliche ist Programm bei den ehrenamtlichen Aufbauhelfern. Xavier Létalon (26) ist einer der “Erfinder” des Funky Donkey Festival.

Tageblatt: Wie kommt es denn zu dem Namen? Den Esel hat doch Diekirch schon in Beschlag genommen …

Xavier Létalon: Die “Guiden a Scouten” organisieren ja das Festival. Und wir hatten mal einen Gruppenchef, der ist ein echter Eselsfreund. Dem gehörte auch Benny, das war ein verrückter Esel. Die erste Idee war, das Festival nach ihm zu benennen, aber viele fanden, Benny-Festival hört sich nicht seriös genug an. So kam es zum Funky Donkey.

Ist das Festival genauso verrückt?

Ja, klar. Die Idee ist ja schon verrückt genug …

Ihr macht das Ganze auch noch “Open Air”. Da haben schon ganz große Veranstalter Rückschläge erlebt, siehe “Rock am Ring” vor zwei Jahren. Das “Rock-A-Field” gibt es auch nicht mehr …

Über das Wetter machen wir uns keine Sorgen. Das Festivalgelände ist der Parkplatz und asphaltiert. Es muss keiner mit Gummistiefeln kommen. Außerdem können wir schnell auf Zelte zurückgreifen und Überdachung bieten. Die Erfahrung aus den letzten fünf Jahren zeigt: Selbst bei Regen kommen nicht weniger Leute. Gute “Scouten” sind eben nicht aus Zucker.

Wie viele Besucher habt ihr denn?

Zwischen 1.000 und 1.400. Das ist auch die Grenze. Wir wollen klein und familiär bleiben. Für uns sind fast 100 Leute ehrenamtlich im Einsatz, um das Festival zu stemmen. Alle kennen sich, das ist gewollt und gut so. Das passt zu unserem Verein.

“Guiden a Scouten” werden eher mit Natur, Umwelt, Campen in Verbindung gebracht. Aber ein Festival?

Warum denn nicht? Wir haben ja Leute jeden Alters bei uns, die sich bei dem, was wir machen, wiederfinden wollen. Wir fühlen uns als große Familie, die etwas auf die Beine stellen will.

Habt ihr einen musikalischen Schwerpunkt?

Nee. Wir wollen, dass möglichst viele auf ihre Kosten kommen. Dieses Jahr steigen wir mit einem Orchester ein. Blues, Reggae, Hardrock, Gipsy folgen. Man sieht, es geht querbeet.

Schon mal dran gedacht, das Festival auf zwei Tage auszuweiten?

Nein. Nach dem einen Tag sind wir schon ganz schön groggy. Das reicht.

Dein persönliches Highlight? Musikmäßig?

Mawyd. Das ist eine Reggaeband aus Bordeaux. Die sind richtig gut.

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