Die Luxemburger Unfallversicherung (“Association des assurances accidents”- AAA) gibt sich ein neues, versichertenfreundlicheres Outfit. Großes Ziel bleibt die “Vision zéro” (“Vision null”). 

Für Unfälle am Arbeitsplatz, Wegeunfälle und Berufskrankheiten ist in Luxemburg die dem Sozialministerium unterstellte Vereinigung der Unfallversicherungen AAA zuständig. Die 1901 ins Leben gerufene Vereinigung, die von Regierung, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam geführt wird, sieht ihre Hauptaufgabe nicht nur in der Bearbeitung der Unfälle, sondern vor allen Dingen in der Unfallvermeidung.

Im März 2016 unterzeichneten die Sozialpartner gemeinsam mit den Ministerien Soziales, Gesundheit und Arbeit, die nationale Charta “Vision null” (“Vision zéro”). Klare Zielsetzung: die Zahl der Unfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten in Richtung null zu senken. Dass dies ein Wunsch bleiben wird, ist klar. 2016 wurden 33.000 solcher Unfälle und Krankheiten gemeldet, davon 26.600 auch als solche anerkannt.

Was aber erreichbar bleibt, ist die Reduzierung der Zahl der tödlichen Unfälle. Diese lag 2013, 2015 und 2016 bei jeweils 22. Dass dies jedoch nicht unbedingt als gegeben hingenommen werden muss, zeigen die Jahre 2014 mit 15 und vor allen Dingen 2009 mit “nur” zehn tödlichen Unfällen. In dem Jahr wurden immerhin 31.777 Unfälle gemeldet und deren 25.442 auch anerkannt. Und das bei 305.000 Beschäftigten im Land. 2016 waren es 394.000 Versicherte.

Neues Logo, überarbeitete Internetseite

Im Rahmen der Arbeiten an der “Vision null” wurden nun das Image der AAA aufgepäppelt und mehrere praktische Neuheiten ausgearbeitet, die am Montag von Sozialminister Romain Schneider und den AAA-Verantwortlichen vorgestellt wurden. An erster Stelle ein neues Logo, das die AAA hervorhebt.

Die gesamte Internetseite aaa.lu wurde überarbeitet. Zum einem, um besser auf die zahlreichen, vorbeugenden Maßnahmen hinweisen zu können, zum anderen um eine verstärkte, praktische Nutzung zu ermöglichen. So können hier jetzt auch Formulare für die Unfallmeldungen in den Sprachen Englisch, Deutsch und Französisch heruntergeladen werden. Diese müssen in diesem Jahr zwar noch per Post eingereicht werden. Ab 2019 sollen sie auch online erstellt werden können.

Überarbeitet wurde auch der Leitfaden für Versicherte, eine Broschüre mit zahlreichen Sicherheitsvorschlägen, unter Berücksichtigung der neuesten, vorbeugenden Erkenntnisse. Dieser Guide ist zurzeit nur auf Französisch erhältlich. Eine deutsche Version soll 2019 folgen. Neu ist weiter, dass ein Versicherter sich über den Stand seines Dossiers informieren kann, wenn er seine Sozialversicherungsnummer eingibt. Sozialminister Romain Schneider zeigte sich erfreut über die neu eingeschlagenen Wege und die gute Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in diesem Bereich.

Forum am 19. April

Diese zeigt sich auch bei der Ausrichtung des 12. “Forum de la sécurité et de la santé au travail” auf der Luxexpo The Box auf Kirchberg, das alle Jahre stattfindet. Einmal in kleinerer Form und einmal, wie in diesem Jahr, in einem größeren Format. Das Forum 2018 wird am 19. April abgehalten. Rund 100 Aussteller werden dort ihre neuesten Sicherheitsstandards bei Maschinen und Material oder bei der Ausrichtung von Arbeiten vorführen. Hinzu kommen Arbeitsgruppen über Gesundheitsprobleme und andere Risiken am Arbeitsplatz, die als Weiterbildung anerkannt werden. Das Forum richtet sich an Unternehmer, Sicherheitsdelegierte und an alle anderen Interessierte. Einschreibungen sind am gleichen Tage noch möglich.

Im Rahmen des Forums wird auch der nationale Preis für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz vergeben.

1 Kommentar

  1. Das Hauptinteresse der Versicherungen liegt darin nicht zu bezahlen, wenn ein Schadensfall besteht. Das wissen z.B. alle Autofahrer, die jahrelang auf eine Entschädigung warten mussten, obschon sie keinerlei Schuld am entsprechenden Unfall trugen. Die Masche der Versicherungen besteht ganz einfach darin, alle möglichen Gerichtsinstanzen zu durchlaufen, bevor sie zahlen, obschon sie von vorneherein keine Chance haben. Aber ihr Rechtsanwalt kostet sie ja nichts, er bekommt womöglich ein festes Gehalt. Bei Feuerschäden ist es das gleiche. Die Versicherungen ziehen alle Register, um möglichst wenig oder gar nichts zu bezahlen. Ekelerregend, diese verlogene Reklame!

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