Zwei FLT-Talente haben den “FLT Masters by Cardif Lux Vie” in Esch/Alzette ihren Stempel aufgedrückt. Eléonora Molinaro und Chris Rodesch konnten sich gegen ihre jeweiligen erfahrenen Gegner in zwei Sätzen behaupten.

Die FLT-Masters bei den Damen waren in den letzten Jahren in fester Hand von Eléonora Molinaro. Dies war auch 2018 der Fall. Die Spielerin der “Schéiss” konnte sich im Remake des letztjährigen Finales wieder einmal gegen ihre Klubkameradin Claudine Schaul durchsetzen, diesmal mit 6:2 und 6:4, und schnappte sich zum bereits vierten Mal die Trophäe bei dieser Veranstaltung. Die Nummer 380 der Welt geriet in keiner ihrer fünf gespielten Partien bei diesem Turnier in Gefahr und musste auch keinen Satz abgeben.

Trotzdem galt es für die 18-Jährige, stets konzentriert zu sein. “Ich nehme jede Begegnung ernst. Die Erwartungshaltung ist durch meine Ergebnisse bei diesem Wettbewerb auch immer hoch. Aber ich bin froh, dass ich wieder mal den Titel hier gewinnen konnte. Jetzt will ich auch unbedingt im nächsten Jahr zum fünften Mal triumphieren. Auf mich kommen in den nächsten Wochen etwas ruhigere Tage zu. Ich gehe zwar wie gewohnt meinen Trainingseinheiten nach, aber ansonsten werde ich keine Turniere mehr in diesem Jahr spielen. Ich werde noch nur einige Partien für meinen französischen Verein in der Interklub-Meisterschaft bestreiten”, sagte die Gewinnerin bei den Damen.

Die unterlegene Claudine Schaul war mit ihrer Leistung im Finale trotz der Niederlage nicht unzufrieden. “Über das ganze Turnier gesehen habe ich vom Resultat her das Maximum herausgeholt. Alles andere als der zweite Platz wäre utopisch gewesen. Ich kenne zwar Eléonoras Schwächen genau, und weiß daher auch, wie ich gegen sie spielen muss, doch ich habe nicht mehr die physischen Voraussetzungen, um sie ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Phasenweise kann ich gut mithalten, doch dann fehlt mir in manchen Momenten einfach die nötige Energie”, gab die routinierte Schaul zu Protokoll.

Chris Rodesch: “Ich konnte mich von Spiel zu Spiel steigern”

Bei den Herren standen sich wie schon bei den diesjährigen Freiluft-Meisterschaften die beiden Teamkameraden Chris Rodesch und Tom Diederich (beide Schifflingen) gegenüber. Wie schon vor zwei Monaten behielt Rodesch wieder die Oberhand. Dabei hatte der 17-Jährige einen schweren Start ins Turnier. Gleich im ersten Spiel der Gruppenphase musste der Rechtshänder eine 3:6, 2:6-Niederlage gegen Christophe Tholl einstecken. “Ich konnte mich aber von Spiel zu Spiel steigern. Vor allem in den beiden letzten Begegnungen habe ich auf einem guten Niveau gespielt. Jetzt geht es am Freitag ab nach Florida, um bei den Junioren-Turnieren “Eddie Herr International Junior Championship” (Grad 1) und dem “Orange Bowl” (Grad A) teilzunehmen. Ich hoffe, dass ich dort einige Punkte sammeln kann. Dann könnte es auch mit der Qualifikation fürs Hauptfeld bei den Australian Open reichen”, gab die Nummer 120 der Junioren-Weltrangliste Auskunft über seine Turnierplanung.

Für seinen Gegner Tom Diederich verlief das Finale nicht ganz nach Wunsch. “Ich war heute nicht so topfit, wie das normalerweise der Fall ist. Es war eine intensive Woche für mich. Vor allem die fast dreistündige Halbfinal-Partie gegen Christophe Tholl hat mich viel Energie gekostet. Meine Beinarbeit gehört normalerweise zu meinen Stärken, aber im Endspiel taten mir die Beine schon richtig weh. Chris war in dieser Begegnung einfach fitter und besser als ich”, sagte der mehrfache luxemburgische Davis-Cup-Spieler.

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