Der F91-Mäzen Flavio Becca äußerte sich am Sonntag gegenüber dem Tageblatt zu dem Ausgang der Aufsichtsrat-Wahl in Kaiserslautern. Der Geschäftsmann stellte klar, dass er nicht blind investieren wird. 

Becca sah sich gestern die Begegnung seines F91 in Ettelbrück an. Angesprochen auf die Wahlen und den Stand der Dinge in der Causa Kaiserslautern meinte der Geschäftsmann in deutlichen Worten: “Ich kann im Moment nicht viel dazu sagen. Heute (gestern) waren ja diese Wahlen und die neue Gruppe muss erst einmal ihr Programm aufstellen. Wir werden uns das ansehen und unsere Entscheidung fällen. Einen Blanko-Scheck bekommen sie jedenfalls nicht – das mache ich nicht!”

Der potenzielle Investor zeigte sich alles andere als begeistert von den Äußerungen und Aktionen der Fans bei den letzten Spielen: “Von der Art und Weise, wie sich die Lage in den letzten Wochen verändert hat, bin ich angewidert. Der Trainer leistet super Arbeit und hat heute (gestern) Standing Ovations bekommen bei ihrer Versammlung. Man muss ihn weiterarbeiten lassen. Oben ist die Politik – und die kommt vor dem Sportlichen. Wenn man immer nur den Zuschauern zuhören würde … ‘da si mer schéin.'” Im Heimspiel gegen Rostock hatten sich FCK-Fans auf der Haupttribüne im Oberrang platziert und ließen  (Falsch-)Geldscheine auf die darunter liegende VIP-Tribüne mitsamt Flavio Becca “regnen”. “Hier noch das Geld für deine Mitsprache”, prangerte es auf dem zur Aktion gehörenden Banner in Richtung Becca. Bereits in den Spielen zuvor hatte es “Becca, Hau ab!”-Plakate im Fanblock gegeben.

Einen Zeitrahmen für seine Entscheidung hat sich der F91-Mäzen jedenfalls nicht gesetzt. “Wie es weitergeht, wird auch in den nächsten Wochen nicht feststehen. Ich muss zuerst das Programm in den Händen halten und sehen, wen sie als Geschäftsführer haben wollen. Wenn man sie so hört, sind sie stark und brauchen niemanden. Sie haben mit keinem aus der Verwaltung gesprochen. Aber wir werden ja dann im Juni sehen, ob sie die Lizenz bekommen.”

Die Wahl in Kaiserslautern

Der frühere Weltklasse-Schiedsrichter Markus Merk ist am Sonntag mit großer Mehrheit in den neuen Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gewählt worden. Bei der Mitgliederversammlung verzeichnete Merk 1.545 und damit die meisten Stimmen. Aus dem Team des 57-Jährigen erhielten auch Rainer Keßler, Martin Weimer und Jörg Wilhelm von den anwesenden Mitgliedern genügend Stimmen.

In den vergangenen Wochen war der gesamte Aufsichtsrat der Pfälzer aufgrund interner Querelen zurückgetreten. Weiteres Mitglied im Gremium des viermaligen deutschen Meisters ist Fritz Fuchs. Fuchs war nach den zahlreichen Rücktritten in der jüngeren Vergangenheit zuvor bereits nachgerückt und verzichtete trotz großen Drucks gestern darauf, sein Amt niederzulegen.

1 Kommentar

  1. Här Becca, investéiert eer Suen an “Stemm vun der Strooss” Dann hut Dir och spéider eng positiv Note an den Lëtzeburgischen Geschichtsbicher. Sou krit dir nemmen Spott an der Bild Zeitung wéi d’Sach am Moment ausgeseit.

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