Der britische Europaparlamentarier und ehemalige Chef der EU-feindlichen Ukip-Partei, Nigel Farage, muss wegen möglichen Missbrauchs von EU-Geldern einen Teil seines Parlamentsgehalts abtreten. Farage habe einen seiner Assistenten mit EU-Geldern bezahlt, dieser habe jedoch nicht an Europathemen, sondern für die Ukip-Partei in Großbritannien gearbeitet, berichtete der Guardian am Freitag.

Da Farage sich geweigert habe, Gelder zurück zu überweisen, würden ihm nun etwa 40.000 Euro von seinen künftigen Gehaltszahlungen abgezogen. Aus Kreisen des Europaparlaments wurde der Bericht bestätigt. Farage selbst äußerte sich darin nicht.

8.500 Euro pro Monat

Nach geltendem Recht dürfen als Vollzeitkräfte im Europaparlament in Brüssel und Straßburg beschäftigte Assistenten nicht noch für nationale Parteien in den jeweiligen EU-Staaten arbeiten. Bis Oktober muss Farage nun auf die Hälfte seines üblichen Bruttogehalts von rund 8.500 Euro pro Monat verzichten, hieß es weiter. Er kann demnach gegen die Entscheidung vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgehen.

Farage gehört zu den führenden Brexit-Befürwortern. Großbritannien wird voraussichtlich im März 2019 aus der Europäischen Union ausscheiden.

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