Marc Fischbach, unter anderem ehemaliger Justizminister von Luxemburg, bedauert die bisherige Weigerung des Premierministers Xavier Bettel, den Fall Cahen von der Ethik-Kommission untersuchen zu lassen. Das erklärte der 73-jährige Fischbach bei RTL.

Er sei durchaus “der Meinung, dass das eine Frage ist, die deontologisch einige Aspekte aufwirft, die untersucht werden müssen”, sagt Fischbach, der dem Ethikausschuss früher selbst angehörte, in einem Gespräch mit dem Radiosender.

Die 46-jährige Familienministerin Cahen hatte im April an den hauptstädtischen Geschäftsverband (UCVL) geschrieben und sich über wirtschaftliche Probleme für Einzelhändler im Zuge der Bauarbeiten für die Tramlinie beschwert. Dabei ist sie auch auf die Investitionen in ihrem eigenen, ebenfalls betroffenen Familienbetrieb eingegangen – und verschickte die Mail über ihren offiziellen Mail-Account der Regierung.

Alle Oppositionsparteien (CSV, Linke, Piraten, ADR) haben der Ministerin inzwischen einen Interessenkonflikt vorgeworfen.

Marc Fischbach hofft, dass Xavier Bettel seine Entscheidung noch einmal überdenkt. fgg

 

17 Kommentare

  1. Der Herr scheint ein schlechtes Gedächtnis zu haben! Aber zu seiner Zeit bedurfte es keiner Ethik-Kommisson, da hat die heilige katholische Kirche alles abgesegnet!

  2. Seinerzeit hätte vieles vor die Ethik-Kommission
    gebracht werden müssen,sogar heute noch.
    Gibt es sonst keine Probleme in Luxusburg ?
    Absolut lächerlich das ganze politische Theater.

  3. Sämtliche CSV-Größen, ehemalige Größen und solche die bloß glauben es zu sein, können einfach den Machtverlust nicht verkraften.
    Wie wird das erst nach ein paar zusätzlich verlorenen Wahlen sein?

  4. Gerade jener Marc Fischbach, einst Richter am europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, bescherte uns als Landwirtschaftsminister die erste Verurteilung unseres Ländchens wegen Missachtung der Menschenrechte. Es war also ein politischer Schildbürgerstreich, diesen als Richter über die Menschenrechte zu ernennen. Aber im dekadenten Luxemburg ist scheinbar alles möglich.

  5. Was “damals” war ist heute nicht von Interesse. Mich interessiert die aktuelle Regierung. Das was Frau Cahen sich erlaubt wäre in einem privaten Betrieb undenkbar. Ich bin daher dafür dass diese Affaire vonder Ethikkommission geklärt wird. Ohne Aufklärung wird immer ein fader Beigeschmack bleiben.

    • “Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!” Oder, für CSV-ler, ein Bibelzitat:” Derjenige von euch, der ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.”

    • Dieser fade Beigeschmack wäre schnell behoben, hätte Frau Cahen ein Mindestmass an Anstand, würde sich entschuldigen und ihren Ministersessel räumen. Sie ist unglaubwürdig und nicht mehr tragbar, nur noch ein Ballast für diese Regierung.

  6. Diktéiert di Schongvendeuse-minstesch dann och der Ethikkommissioun wat se soen därf? Sou wéi beim Zodi an der Weilerbaach, wou si als Familljeministesch ! den comminiqué vun der Police ! ännere looss huet !!!?

    • Déi Ministesch ass nët méi ze halen, déi ass einfach iwwerfälleg ! Onofhängeg vun der Meenung vum Här Fischbach, dee besser hätt de Ball flaach ze halen.

  7. Herr Fischbach hat auch Dreck am Stecken er hatte mal Propagandamaterial von “Steierzueler” beschlagnahmen lassen als Justizminister, wie mir der damalige Präsident anvertraut hat, trotzdem hat er Karriere gemacht im CSV Staat, genau der Richtige jetzt sich aufzuregen, in Sachen Ethik……

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