Am kommenden Donnerstag entscheidet sich im Stade Josy Barthel, ob der F91 Düdelingen ein zweites Mal in Folge in die Gruppenphase der Europa League einzieht: Nach der 1:2-Hinspielniederlage – mit einem zwischenzeitlichen Ausgleich von Danel Sinani – gegen den armenischen Champion Ararat-Armenia sind noch nicht alle Hoffnungen verflogen.

So heiß wie die Temperaturen war ebenfalls das armenische Publikum in Jerewan: Den Fans des Meisters aus Armenien ging der Atem jedenfalls über 90 Minuten nicht aus. Dabei hatte der F91 den besseren Start erwischt und stürmte sofort in Richtung gegnerisches Tor. In der 5. kam nach einer Ecke ein weiterer Kopfball von Verteidiger Delgado hinzu, der allerdings über das Gehäuse zielte.

Die Armenier würgten sämtliche F91-Offensivgänge früh ab und standen hinten stabil. Nachdem F91-Keeper Joubert – der für Kips in die Startelf gerückt war – ein erstes Mal gegen Lima eingreifen musste, musste er den Ball zwei Minuten später aus dem Netz fischen: Pashov hatte von rechts in den Strafraum geflankt. Dort war Lima schneller als Bouchouari und netzte im Tiefflug ein (22.). Pashov versuchte es in der 29. selbst aus kurzer Distanz, ebenfalls per Kopf, doch Joubert klärte.

Stirnrunzeln

Düdelingen-Coach Emilio Ferrera saß stirnrunzelnd in seiner Coaching-Zone. Der F91 probierte es immer wieder mit hohen und weiten Bällen in die Tiefe, doch Stolz kam zweimal in Folge nicht mehr an den Ball. Der Deutsche flankte in der 40. zu Bernier, doch auch er kam zu spät. Stattdessen hatte der Neuzugang die wohl beste Chance des ersten Durchgangs, als er nach einem cleveren Pass alleine auf Keeper Abakumov zustürmte. Der Ball wurde abgeblockt und Klapp verfehlte das Ziel.

Ärgerlicher war dagegen, dass der Lattenknaller von Delgado nach der Pause möglicherweise hinter der Linie war, der Schiedsrichter aber weiterspielen ließ. Nach einer Ecke von Sinani hatte der frühere Escher das Leder, das nach einem Abwehrversuch vor seinen Füßen gelandet war, gegen die Latte gehämmert.

Sinani gleicht aus

Im Gegenzug scheiterte auch Ararat-Armenia am Gehäuse: Avetisyan lenkte den Ball nach Zuspiel von Lima gegen den Pfosten. Schlimmer war die verletzungsbedingte Auswechslung von Routinier Stolz in der 54. Für ihn kam Natami, dessen Schuss aus der Drehung in der 61. geblockt wurde. Auf der anderen Seite musste Joubert weitere Male ran. Vier platzierte Schüsse hatten die Armenier zur Spielstunde abgefeuert.

Auch wenn der F91 nicht die Feldherrschaft an sich reißen konnte, haben die individuellen Qualitäten den Luxemburgern den Ausgleich beschert: Nationalspieler Sinani düpierte bei seinem Tor nicht nur vier Gegenspieler, sondern ebenfalls den Torwart, als er ins lange Eck traf (68.). Glück hatte der F91, als ein schöner Schuss von Narsingh in der 79. wiederum an der Latte abprallte.

In der Nachspielzeit wechselte Ferrera seinen Torschützen aus und brachte Ouamri. Als sich der Luxemburger Champion mit seinem Unentschieden in Sicherheit wähnte, startete Ararat einen letzten Angriff über rechts. Vorbei an Delgado rollte der Ball in Richtung Strafraum. Dort leitete  Lima in Richtung Antonov weiter, der zum 2:1-Endstand für die Armenier traf.

Donnerstag, 20.00 Uhr

Das alles entscheidende Rückspiel, in dem die Luxemburger ihren Rückstand aufholen müssen, findet am kommenden Donnerstag (29. August) um 20.00 Uhr im Stade Josy Barthel statt. Bis dahin lebt der Traum von einer zweiten Gruppenphase weiter.

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