Belgien hat vorgeschlagen, die Steuern auf Flugreisen zu erhöhen. Damit soll die Umwelt geschützt werden. Die Luxemburger Regierung unterstützt die Initiative – bleibt aber vorsichtig. 

Nach den Niederländern hat auch Belgien vor zwei Wochen vorgeschlagen, die Steuern auf Flugreisen zu erhöhen. Der wallonische Umweltminister Jean-Luc Crucke meinte am 5. März im EU-Ministerrat, dass die Besteuerung der Flugreisen den Umweltschaden, den diese verursachen, widerspiegeln müsse. Er wies darauf hin, dass weder das Kerosin noch die Flugtickets besteuert würden. Zugreisen, die umweltfreundlicher seien, würden stärker besteuert als Flugreisen.

Nun haben Transportminister François Bausch (“déi gréng”), Umweltministerin Carole Dieschbourg (“déi gréng”) und Finanzminister Pierre Gramegna (DP) in einer gemeinsamen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärt, dass die luxemburgische Regierung diese Initiative befürwortet. Luxemburg bleibt allerdings vorsichtig. In der parlamentarischen Antwort erklärten die Minister, dass man abwarten müsse, welche Maßnahmen konkret vorgeschlagen würden, um zu wissen, ob die Regierung sie unterstütze oder nicht.

Umstrittene Maßnahme

Der belgische Vertreter im Ministerrat hatte eine Reihe Vorschläge auf den Tisch gelegt. So könne man den Flugzeugtreibstoff Kerosin besteuern. Eine andere Möglichkeit wäre die Besteuerung der Flugzeugtickets der Passagiere oder etwa eine direkte Besteuerung der Flüge.

Die Initiative der Belgier folgt auf einen ersten Vorstoß der niederländischen Regierung. Diese hatte eine ähnliche Besteuerung bereits Mitte Februar vorgeschlagen und sich auf einen Bericht der Europäischen Umweltagentur berufen, in dem darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Treibhausgase, die durch Flugverkehr verursacht würden, stetig steigen würden. Neben Luxemburg unterstützen auch Schweden und Frankreich den Vorstoß. Laut der belgischen Tageszeitung Le Soir hat sich beim Ministerrat kein Land gegen die Initiative ausgesprochen.

Die Flugzeugreisen geraten immer stärker ins Visier der Umweltschützer. Experten zufolge ist ein Fünfstundenflug so schädlich für die Umwelt wie ein Jahr Autofahren. In Studien wurde herausgefunden, dass kommerzielle Flugzeugreisen zwei bis drei Prozent der weltweiten Treibhausgase verursachen. Die stärkere Besteuerung der Flugzeugreisen ist keine neue Idee. Kritiker befürchten allerdings, dass eine solche Maßnahme vor allem sozial schwache Menschen treffen würde. Diese könnten teure Flugreisen nicht mehr antreten, während Menschen mit mehr Geld weiter mit dem Flugzeug reisen könnten wie bisher.

12 Kommentare

  1. Lëtzebuerg hätt schonns vill eischter missen reagéieren !
    Grad mir als 6. greissen CARGO-Center an Europa hun och Verantwortung.
    Co2 Zertifikater am Ausland kafen, heecht seng eegen Responsblitéit, net wouer huelen:

    • Dei kommen och nach un d´Rei. All Ursach as gud fir Steieren anzedreiwen, duerfir fiert ken Scheff, ken Auto an et flit ken Flieger manner. Also et notzt der Emwelt guer neischt. Profiteuse vun dem ganzen as dat klengt Greta, dat eng grouss Politisch Carriere virun sech huet. Net vill Kanner a sengem alter sinn schon esou vill mam Flieger duerch d´Welt komm ewei hat.

    • ….just dass sie der Emwelt nix und garnix brengen!Do fleïssen nees vill Mecken an d’Keesen fir deï dann anschliessend mat idiotischen(pardon!) Projet’en eidel ze maachen!

    • Wann den Otto Normalo emol nemme méi mamm Tram, Bus an Zuch firt, dann ass et séier eriwer mamm Gratis-ÖT. De Strom wärt och taxéiert ginn, esoubal et genuch Elektroautoe gett. D’Ziel ass, datt e soll ganz doheem bleiwen, dann hunn di iewescht 10000 besser Plaz ob de Stroossen, ob de Flughäfen an ob der Croisière. Da kennt et och net esou séier méi eraus, wann eis Politiker sech vun hinnen invitéiere loossen.

  2. Eine unwichtige Bekannte hat sich einmal “wichtig” gemacht indem sie überall erzählte, dass sie mit Speckmatair für 25 Cent nach Palma geflogen ist. Mit Verlaub, das kann es ja wohl nicht sein.

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