Das „Ettelbrooklyn Street Fest“ fand am Samstag zum dritten Mal statt. Auch in diesem Jahr konnte das Straßenfestival in Ettelbrück zahlreiche Besucher in seinen Bann ziehen. Die Veranstaltung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zusammenzubringen und gleichzeitig kulturelle Berührungsängste abzubauen.

Bei herrlichem Spätsommerwetter waren die Fußgängerzone und die Plätze quer durch Ettelbrück vom frühen Nachmittag bis spät in den Abend hinein gut gefüllt. Viele Besucher genossen begeistert das Gebotene. Neben den Vorführungen der Straßenkünstler und Musiker gab es Workshops, wo sich ein jeder, ob alt oder jung, einbringen konnte. In der „Pattonstadt“ herrschte eine betont lockere und entspannte Stimmung in multikultureller Atmosphäre.

Die Flucht nach vorne

Vor drei Jahren hat die Gemeinde Ettelbrück die Flucht nach vorne ergriffen. Anstatt noch länger mit dem etwas ramponierten Image der Ortschaft zu hadern, sollte etwas getan werden. Das „Ettelbruck City and Tourist Office“ wurde zu diesem Zweck gegründet. Das Ziel des Stadtmarketings ist es, die Wahrnehmung der Stadt in der Öffentlichkeit zu verbessern. Das „Urbane“ und „Multikulturelle“ der Ortschaft soll mit positiven Themen besetzt werden, so der Gedanke. Mit der Neuansiedlung von Geschäften in leer stehenden Ladenlokalen konnten schon erste Erfolge erzielt werden. Dem Standort Ettelbrück soll eine neue Dynamik verliehen werden.

Eine wichtige Rolle bei diesen Bemühungen, die Ortschaft positiv zu vermarkten, spielt auch das „Ettelbrooklyn Street Fest“, das jedes Jahr im September stattfindet. Bei der Namensgebung des Straßenfestivals wurde bewusst mit dem „Urban Culture“-Charakter von Ettelbrück gespielt. Für die Jugend sei der geläufige Slang-Ausdruck „Ettelbrooklyn“  für die Ortschaft überhaupt nicht negativ besetzt, so die Organisatoren.

Wie bei dem Namensgeber Brooklyn in New York wünscht man sich in Ettelbrück ebenfalls einen Wandel. Das einst verrufene Stadtviertel in der US-Millionenstadt gilt heute als angesagter Wohnort, wo Kreativität ausgelebt wird. Ein Beispiel, dem auch das kleine Ettelbrück gerne folgen möchte.

Von unserem Korrespondenten Olivier Halmes

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