Am Donnerstagabend lud die Gemeinde Esch zu einer Informationssitzung ins Rathaus, um den neuen „Plan d’aménagement général“ (PAG) vorzustellen. Nachdem am 10. Dezember bereits eine Diskussionsrunde stattgefunden hatte, waren etwa 60 Leute der Einladung gefolgt, um sich konkret mit Vorschlägen einzubringen. Die erste Abstimmung ist bereits abgeschlossen. Nun sind die Bürger ein weiteres Mal eingeladen, auf die Pläne der Gemeinde einzugehen, ihre Sorgen zu äußern und ihre Ideen einzubringen. 

Von Misch Pautsch (Text und Fotos)

Nach einer ersten Diskussionsrunde am 10. Dezember nimmt der bereits jetzt umfangreiche, aber noch provisorische Plan langsam, aber sicher Form an. Er verfolgt laut Bürgermeister Georges Mischo eine Reihe an Zielen: Bisher unbenutzte Flächen sollen in die Stadtplanung einbezogen werden, während das historische Erbe der Industriestadt aufrechterhalten und geschützt werden muss. Umwelt- und Naturschutz sollen Hand in Hand mit „optimalen Lebensbedingungen” gehen. Wie überall soll der öffentliche Transport eine zentrale Rolle spielen.

Der Bürgermeister leitet die Diskussion mit einer Einladung an die Bürger ein, sich zu beteiligen: „Die öffentlichen Diskussionen rund um den PAG bieten den Einwohnern eine Möglichkeit, sich auszudrücken und sich mit der Gemeinde zu identifizieren.“ Während die bisherige Arbeit der Beteiligten laut Mischo „gründlich und tiefgreifend“ gewesen sein soll, sei jetzt die Zeit gekommen, den Bürgern die Gelegenheit zu geben, sich an den Entscheidungen zu beteiligen. Erst danach würde der Plan zu einem gesetzlich bindenden Text werden. Daisy Wagner bestätigte dies während einer detaillierten Präsentation der kommenden Schritte: „Diverse Benutzergruppen müssen respektiert werden. Leute arbeiten, wohnen, studieren, verbringen ihre Freizeit in Esch.“ Diesen Funktionen muss die Gemeinde auf eingeschränktem Raum gerecht werden.Gemeinsam mit dem übergreifenden PAG werden PAP-Pläne („Plan d’aménagement particulier“) ausgearbeitet. Diese legen Regelungen und Einschränkungen beim Bau in kleineren, genau definierten Stadtteilen fest – Bauhöhe, Abstand zum Nachbarn und Ähnliches. Auch die SUP (Strategische Umweltprüfung) spielt mit in die Planung ein. Diese drei getrennten Prozeduren werden am Ende der Gespräche parallel im Gesetzestext ablaufen.

Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten, sind eine ganze Reihe an Veranstaltungen geplant, die die Kommunikation zwischen Gemeinde und Bürgern so konstruktiv wie möglich gestalten soll.Seit dem 11. März sind die Pläne für Interessierte in dem Rathaus Esch zwischen 8 und 17 Uhr frei einsehbar. Unter www.esch.lu lassen sie sich online im Detail untersuchen. Die aktuelle Ausgabe des Den Escher ist dem Thema in seiner Gänze gewidmet und unter der Telefonnummer 27 54 77 20 antwortet der „Service du développement urbain“ auf Fragen.

Informationsversammlungen:

Die Informationsveranstaltungen finden alle im Escher Rathaus statt. Eine Anmeldung unter www.quartieralzette.lu ist nötig.

  • 29.3., 18 Uhr: Forum 1
  • 30.3., 10 Uhr: Bürger-Workshop
  • 31.3.,15-17 Uhr: Offenes Haus
  • 1.4., 18 Uhr: Forum 2
  • 2.4.,17-19 Uhr: Offenes Haus
  • 3.4.,10-12 Uhr: Offenes Haus
  • 4.4.,18 Uhr: Forum 3

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3 Kommentare

  1. Alles Augenwischerei, die Gemeinde lädt zu Diskussion und Beteiligung der Bürger auf, wozu ??
    Die Gemeinde macht im Endeffekt doch was sie will, nur danach kann sie sagen wir haben die Bürger ja gefragt, reine Zeitverschwendung, man kann weder den Kommunal – noch anderen Politikern glauben.
    Das ist leider die traurige Wahrheit.

    • Einfach mal so nachgefragt .. Basieren diese Aussagen auf persönlichen Erfahrungen?
      Und Nein, ich habe keinerlei Beziehungen irgendeiner Art zu einer der amtierenden Parteien.

      • L.Marx
        persönlichen Erfahrungen
        Teilweise, aber darum geht es nicht ich bin bestimmt kein Einzelfall.
        Ich bin der Meinung das die Escher Gemeinde alles macht um ihren Willen durchzusetzen, diese ganzen Aktionen mit Bürgerversammlungen oder öffentlichen Befragungen dienen doch nur dazu um sich nachher zu rechtfertigen ” wir gaben ja diskutiert und gefragt “, ich glaube nicht das solche Events dazu führen das sich was ändert.
        Zur Erinnerung Wobrecken Bäume fällen, Ariston Kino, Scholech Eck um nur einige auf zu führen.
        Die Escher Gemeinde kümmert sich nicht so um das Wohl der Bürger wie es als Gemeindeverwaltung normaler weise sein sollte, auch da gibt es Vetternwirtschaft und Clübchen Bildung, hast du Relationen bist du dabei sonst Pech gehabt.

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