Es ist ein farbenfroher und lichtdurchfluteter Bau – aber der Pavillon 5 in Esch wird seit einiger Zeit nicht mehr intensiv genutzt. Jetzt sind Handwerker angerückt.

Von Guy van Hulle

Ganz in der Nähe der Escher „Nonnewisen“, am kanalisierten „Dipbach“ und nur einige Meter von der TICE-Bushaltestelle „op Zaepert“ in der Ehleringer Straße entfernt gelegen, befindet sich der Pavillon 5, nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Restaurant „Club 5“ neben der „Badeanstalt“, pardon, den „Bains du parc“, wie die Escher „Schwämm“ neuerdings heißt. Die sogar manchen Einheimischen ziemlich unbekannte, aber recht schmucke Pavillonskonstruktion wurde 2006 anlässlich des „Centenaire“ errichtet und war als Ausstellungsgalerie gedacht.

Der farbenfrohe, lichtdurchflutete und eckige Leichtbau mit seinen großen Panoramafenstern wurde nach der Hundertjahrfeier der Stadt Esch nicht mehr allzu viel genutzt – abgesehen von einigen Aktivitäten im Jugendbereich – und stand jahrelang leer, obwohl er sich nach wie vor für soziokulturelle Veranstaltungen absolut zu eignen scheint. Schuld an der bisherigen relativen Interesselosigkeit war, wie man uns mitteilte, der Umstand, dass es im Pavillon wegen mangelnder Isolierung im Winter recht kalt ist, während man im Sommer wegen der großen Glasscheiben dort arg ins Schwitzen kommt.

Auch wenn man anders als im nicht weit davon entfernten, fuchsiafarbenen Pavillon „Barcelona“, für Kunstliebhaber irreführend als „Galerie Schlassgoart“ bezeichnet, hier auch schon allein aus Sicherheitsgründen keine allzu wertvollen Exponate ausstellen kann, so konnte man bisher bedauern, dass der bescheidene „Pav 5“ jetzt schon seit einigen Jahren, auch für weniger vornehme kulturelle Veranstaltungen, nicht mehr genutzt wurde.

Foto: Guy van Hulle

Die Terrasse musste aus Sicherheitsgründen erneuert werden  

Doch nun tut sich etwas im Pavillon 5. Mehrere Handwerker der Schreinerei Thill aus Kayl waren vorige Woche damit beschäftigt, einen Boden aus solidem Eichenholz an der Südseite des Moduls zu verlegen. Von der Gemeinde war zu erfahren, dass es sich bei diesen Arbeiten nicht etwa um einen Anbau, sondern lediglich um eine Renovierung der im Laufe der Jahre morsch gewordenen Terrasse handele. Diese musste aus Sicherheitsgründen gänzlich erneuert werden.

Die relativ aufwendigen bzw. zukunftsorientierten Arbeiten scheinen also alle Gerüchte Lügen zu strafen, die von einem baldigen Abriss des Gebäudes ausgehen. Dies wäre ohne Zweifel sehr schade gewesen und es sieht so aus, als ob man sich ganz im Gegenteil und im Hinblick auf „Esch 2022“ darauf besonnen hätte, den Pavillon 5, dessen Potenzial man endlich erkannt zu haben scheint, weiterhin kulturell und vor allem intensiver und besser zu nutzen.

2 Kommentare

  1. In der heutigen Zeit. mit den innovativen Baumaterialien, müsste es doch ein leichtes sein diesen Stahlcontainer so zu isolieren das dieses für Sommer und Winter passen würde.
    Gegeben falls gib es ja auch noch eine Klimaanlage für den Sommer, und bei so grossen Fenstern ist die Beschattung natürlich sehr wichtig, das Lernen unsere Architekten schon im 1 Semester das ist Grundwissen.

    Oder sind unsere Handwerker nicht geschult genug um dieses zu bewerkstelligen.

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here