Das Gebäude des “Ciné Ariston” könnte unter Denkmalschutz gestellt werden. Dies bestätigte die neue Kulturministerin Sam Tanson (“déi gréng”) am Freitag auf Nachfrage des Tageblatt.

Die nationale Denkmalschutzkommission (Cosimo) habe auf ihre Initiative hin ein positives Gutachten zur Klassierung des ehemaligen Kinogebäudes abgegeben, sagt Kulturministerin Tanson. Sie habe auch die Stadt Esch über ihren Vorschlag zur Klassierung des Ariston informiert, damit der Schöffenrat ebenfalls ein Gutachten abgibt. Laut dem Escher CSV-Bürgermeister Georges Mischo habe die Stadt Esch aber noch keine offizielle Anfrage erhalten. Ob sie ein positives Gutachten abgeben werde, sei noch unklar. Der Schöffenrat habe noch nicht über diese Frage diskutiert, meinte Mischo.

Vor drei Jahren wurde der Kinobetrieb im Ariston eingestellt. Der einzige Raum, der in dem dreistöckigen Gebäude zurzeit noch genutzt wird, ist der große Festsaal, wo die traditionellen Rentnerfeiern abgehalten werden.

Bereits im November 2015 hatte die damalige Escher Bürgermeisterin Vera Spautz (LSAP) das Interesse der Stadt an einer Übernahme des  Gebäudes  bekundet. Wegen eines Rechtsstreits zwischen dem Eigentümer “Oeuvres paroissiales Sacré-Coeur” und dem Kinobetreiber Caramba kam es aber zu Verzögerungen. Ende November vergangenen Jahres gab dann die neue CSV-“déi gréng”-DP-Mehrheit bekannt, dass sie kein Interesse mehr am Ariston habe. Kauf und Umbau würden zu teuer.

Wie das “Luxemburger Wort” in dieser Woche berichtete, hat eine Initiative zur Rettung des “Ciné Ariston” in den vergangenen Wochen 1.000 Unterschriften gesammelt. Die Initiative war im Mai 2016 vom Fotografen Paulo Lobo und dem Regisseur Adolf El Assal gegründet worden. Sie wollten das Ariston in eine Art selbstverwaltetes Programmkino umwandeln.

In der Gemeinderatssitzung an diesem Freitag erklärte Kulturschöffe Pim Knaff erneut, der Schöffenrat habe keine Ideen für eine Nutzung des Gebäudes, ohne umfangreiche Umbauarbeiten vorzunehmen. Das Kino sei schon vor seiner Schließung nicht rentabel gewesen. Mischo wies darauf hin, dass die Entscheidung des Schöffenrats, das Gebäude nicht zu kaufen, definitiv sei.

Im November 2018 hatte der Vorsitzende der “Oeuvres paroissiales Sacré-Coeur”, Jacques Claus, betont,  wenn die Stadt Esch das Gebäude nicht wolle, kämen nur eine Transformation oder ein Abriss infrage. Es liege bereits ein Projekt vor, um das Ariston abzureißen und einen Neubau mit 20 Sozialwohnungen und großer Garage dort zu errichten, sagte Claus. Die Klassierung als nationales Monument wäre demzufolge der einzige Weg, um den Abriss des emblematischen Gebäudes noch zu verhindern.

 

 

 

2 Kommentare

  1. Et wär och flott Ausstellungsreim fir Billeraustellungen ze machen…. awer net nëmmen vun jonke Leit, och vun eis Rentner déi ëmmer Freed a Spaass un der Molerei haten an hun…..

  2. Kauf und Umbau würden zu teuer.
    Der Bürgermeister und der Schöffenrat haben kein Interesse am Erhalt des Kinos, woran haben denn die Vertreter des Volkes in Esch Interesse nur an Abriss und Neubau mit Betonsilos ? Ich dachte immer das eine Gemeindeverwaltung auch Interesse am Erhalt und Bestand der Kultur interessiert sei, aber die Escher Bürgermeister und ein Teil der Schöffen sehen in ihrem Job nur ein Sprungbrett um in die Abgeordneten Kammer zu kommen.
    Vera Spautz war schon ein schlechte Bürgermeisterin aber Herr Mischo übertrifft sie noch mit seinen unüberlegten Handlungen, er gibt lieber Geld für Plastikschrott auf dem Gemeindeplatz aus.
    Esch verkommt immer mehr zu einem Drecksloch wo nichts anständig in Stand gehalten oder vernünftig renoviert wird man meint wenn man irgendwo einen Pott mit Blumen hinstellt sind die Bürger zufrieden, falsch Herr Mischo sie sollten mal dafür sorgen das Esch City sauberer und Attraktiver wird statt immer nur Steuergelder in die Randgebiete zu pumpen, sonst sehe ich schwarz für die nächste Wahl.

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