Die Direktion von Esch 2022 will „relativ schnell“ ihre Büros vom 1535° in die Gebläsehalle auf Belval verlegen und das Gebäude als Headquarter für die Kulturhauptstadt nutzen. Wie der Rest der 160 Meter langen, 72 Meter breiten und 28 Meter hohen Halle künftig genutzt werden kann, soll am kommenden Freitag im Rahmen eines Seminars ermittelt werden.

Die künftige Neunutzung der 1911 gebauten Gebläsehalle in Belval wird immer konkreter. Vieles deute darauf hin, dass die Regierung „etwas damit machen“ wolle, erklärte Robert Garcia von der Arbeitsgruppe „Eise’Stol“ gestern auf einer Pressekonferenz am Sitz von Pro-Sud.

Die Generaldirektorin von Esch 2022, Nancy Braun, meinte, die Büros in der Halle, die bereits im Rahmen der Kulturhauptstadt 2007 genutzt worden war, seien noch weitestgehend intakt und könnten relativ schnell von ihr und ihrem Team bezogen werden. Zurzeit ist die Verwaltung von Esch 2022 noch vorübergehend im 1535° in Differdingen untergebracht. Nach dem Bezug der Büros in der Gebläsehalle müsse man eine Nutzung für den Rest der Halle finden, die sich gut als Headquarter der Europäischen Kulturhauptstadt eignen würde, sagte Braun gestern.

Hallz-we-need-Seminar

Um nach konkreten Nutzungsmöglichkeiten zu suchen, wird die Arbeitsgruppe „Eise’Stol“, die im Rahmen der Kandidatur der Minetteregion als „Man and the Biosphere“-Reservat der Unesco gegründet wurde, am 1. März ein zweites Hallz-we-need-Seminar in der „Halle des poches“ in Belval organisieren. Eine erste solche Konferenz über die Zukunftsperspektiven der Gebläsehalle hatte bereits im Oktober 2018 stattgefunden.

Zur Vorbereitung auf das Seminar im März haben Garcia und der frühere Escher Stadtarchitekt Jean Goedert ein Konzeptpapier ausgearbeitet, das als Grundlage für die Workshops dienen soll. Dort wird nicht nur die historische Rolle der Halle als „Lunge der Schmelz“ thematisiert, das Papier enthält nämlich bereits konkrete Vorschläge, wie das Gebäude erhalten bleiben soll und genutzt werden könnte. Weder Konsum- noch Museumstempel soll die Gebläsehalle künftig sein, sondern ein „offener Ort“, an dem sich Künstler und Kreative frei entfalten und austauschen können.

Besser vernetzt

In den Workshops am 1. März soll nun ein funktionales Nutzungskonzept gefunden werden, das danach der Regierung und der Stadt Esch vorgelegt wird, die die Entscheidung über die Umsetzung und die Finanzierung treffen sollen.

Ein weiteres Seminar wird am 22. März im Kulturzentrum opderschmelz in Düdelingen organisiert. Dabei geht es um die bessere Vernetzung der verschiedenen Vereine und Institutionen, die im Bereich der Industriekultur tätig sind, wie Antoinette Lorang von der „Fondation Bassin Minier“ gestern darlegte. Die Vernetzung ist ein erster Schritt zur Schaffung eines nationalen Zentrums der Industriekultur, das 2008 von der damaligen Regierung aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt wurde.

Am 26. April und 13. Mai sollen im Rahmen der Hallz-we-need-Reihe noch zwei weitere Konferenzen über die Entwicklung von Industriebrachen im Allgemeinen und die Schaffung eines Museumsnetzwerks für Industriekultur stattfinden. Die Details dazu sollen Anfang April bekannt gegeben werden.

3 Kommentare

  1. Mann sollte diese Hall abreißen und etwas anständiges dahin stellen. Aber besser noch dies im Zentrum vom Land. Dann hat auch jeder was davon und nicht nur die Unileute die sich dort ergötzen können. Fragen sie mal die Escher. Die weinen schon lange über die Geldverschwendung.

    Außerdem ist es wohl sinnlos sich so an den Industrieschrott zu klammern, das bringt nichts. Es gibt wohl nur ein einziges Beispiel wo eine Turbinenhalle richtig genutzt wurde. Das is die Tate in London. Aber kann es Sinn eines Kulturjahres sein den Architekten eine weiteren Auftrag zuzuschustern? Ich denke nicht. Dorthin gehört portugiesische Folklore, Kunst und Tanz und Theater.

    Außerdem. Was wollen denn 10 Zeit in der Großen Halle? 2007 war dies schon ein Reinfall. Kalt, lehr, zu groß, abgefuckt. Mann sitzt im leeren Raum. Es ist schlecht zu erreichen und hat den Charm eines schlechten Films der 80er Jahre

  2. Die Besucher werden sich bedanken. Heute wieder mal Stau bis in den Rond Point Raemerich hinein.

    In Unkenntnis der eigentlichen Behinderung habe ich den Stau umfahren, indem ich die “route de Belval”, also “hinten herum” Richtung Frankreich ausgewichen bin. Im Tunnel gibt’s eine Meldung “Bretelle Belval fermée” oder so ähnlich. Was ist “Bretelle Belval”?? Und im Tunnel ist umkehren eher schlecht. Also erst mal weiter.

    Kein Hinweis, kein Umleitungsschild, nichts. Ich kenne die Straßen an der Grenze nicht, also bin ich auf die Schilder angewiesen. Ich weiß nur, geradeaus geht’s zu dem Kreisverkehr, an dem man Richtung Belval Plaza abbiegen kann. Haha, angeschmiert. Die Zufahrt Richtung Belval Plaza ist gesperrt. Aber es gibt endlich ein “Déviation”-Schild.

    Raten Sie mal, wo ich gelandet bin: im Rond-Point Raemerich. Ist das nicht witzig?

    Meine Einkäufe habe ich bei der Konkurrenz erledigt…

  3. ich finde dass es eine gute Idee ist das Headquarter Team dass in meinen augen eine Win-Win Effekt besitzt in der frûheren Gebläsehalle unterzubringen dort geh¨rt sie hin Frau Nancy Braun hat auch die richtigen Leute um sich allen voran den früheren Stadtarchitekt Jean Goedert der als er noch beruflich in der gemeinde aktiv war sich immer 100% für seine stadt eingesetzt hat Ehre wem Ehre gebührt das Team vonNancy Braun macht endlich Nägel mit K¨pfen sodass wie uns nicht im Jahre 2o22 blamieren mussen weiter so

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here