Nach dem Austritt von Bürgermeister Jos Schummer und Rätin Cindy Barros aus ihrer Fraktion und aus der Partei, hat die CSV nur mehr vier Stimmen im Gemeinderat. Und damit auch ihre Mehrheit verloren. Wie soll es weitergehen?

David Viaggi, Sprecher der fünfköpfigen Gruppierung „Är Leit“, gab am Donnerstagmorgen auf eine Anfrage des Tageblatt zu verstehen, dass sie nach vielen Gesprächen in den letzten Stunden nun eine Mehrheit von sieben Stimmen haben. Somit wolle man auch eine Änderung im Schöffenrat. Im Vorfeld des Gesprächs mit Viaggi hatte Bürgermeister Schummer sich nach einer Anfrage des Tagblatt ähnlich geäußert.

„Wir hatten u.a. ein sehr konstruktives Gespräch mit Bürgermeister Jos Schummer. Darüber möchte ich aus mehreren Gründen keine Einzelheiten bekannt geben. Nur so weit: Schummer zeigte sich mit einer Neugestaltung des Schöffenrates einverstanden“, sagt Viaggi. Wie weit Jos Schummer in diese Neubildung involviert sein wird, dazu wollte Viaggi keine Stellung nehmen. „Wir sind wohl Politiker, aber wir sind auch noch Menschen. Wir wollen niemanden in die Ecke stellen, aber wir müssen im Interesse der Gemeinde Bissen reagieren.“

Der Ball liege allerdings nach wie vor bei der CSV. Der Bürgermeister, seine beiden CSV-Schöffen Clement und Mulbach sowie die Räte Fagny und Hoscheid müssten sich nun einig werden. „Wir haben einen Vorschlag gemacht, wie der Schöffenrat in Zukunft aussehen könnte. Es ist nun an ihnen, die richtige Entscheidung für Bissen zu treffen.“

Auf die Frage, wie dieser Vorschlag dann konkret aussieht, meinte David Viaggi, es sei verfrüht, darüber in der Öffentlichkeit zu reden. „Geben wir den anstehenden Gesprächen eine Chance. Ich möchte den möglichen neuen Anlauf nicht schon im Keim ersticken.“ Apropos Gespräche: Am Donnerstagabend sieht sich die lokale CSV-Fraktion mit Mitgliedern der Parteispitze.

2 Kommentare

  1. Egal waat … Jos Schummer war für die Änderung des PAG und damit implizit für das Google-Projekt, Er tritt aus der CSV aus weil ihm zwei Gemeinderäte (Christian Hoscheid und Cindy Barros) die Gefolgschaft (Fraktionszwang!) verweigerten, gegen die PAG-Änderung und damit de facto gegen das Google-Google stimmten. Jetzt unterstützen Schummer und Barros die Gruppierung “Är Leit” die sich nach all den Monaten der Debatten und Diskussionen noch immer keine Position zu dem Google-Projekt gebildet und sich in der entscheidenden Abstimmung enthalten hatten.

    Aber Kommunalpolitik in Bissen war schon immer kompliziert … Jetzt, wo nach dem Proporz gewählt und regiert werden muss wird es noch abstruser. Vor allem, wenn sich die Nationalpolitik auch noch einmischt.

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