In ihrem fünften EM-Qualifikationsspiel mussten sich die Luxemburger am Dienstag im Stade Josy Barthel mit 1:3 gegen Serbien geschlagen geben. Die “Roten Löwen” hatten sich zahlreiche Torchancen herausgespielt, waren wieder einmal in Ballbesitz sehr stark. Dem Weltranglisten-35. reichten dagegen beim zu hoch ausgefallenen Auswärtserfolg drei platzierte Schüsse.

Das deutliche Chancenplus hat also nicht gereicht. Die “Roten Löwen” hatten in den ersten 35 Minuten die drei einzigen platzierten Schüsse abgegeben, doch mit einem Kopfball von Mitrovic gelang den Gästen die Führung. Eine maßgeschneiderte Flanke von Kolarov, der über links nach vorne gedrungen war, landete auf dem Kopf des Angreifers, der in der 36. das 1:0 erzielte.

Deville, Rodrigues und Olivier Thill hatten zuvor für Gefahr im serbischen Strafraum gesorgt. Los ging es mit zwei Kopfball-Versuchen des Mannheimers nach 12 Minuten. Brenzlig wurde es vier Minuten später: Über Vincent Thill und Sinani landete der Ball bei Rodrigues, der in den Strafraum flankte. Der Deville-Kopfball war aber nicht von Erfolg gekrönt. Aus der Distanz versuchte es Olivier Thill nach einem Zusammenspiel mit Bruder Vincent (23.). Der Schuss stellte aber kein Problem für Schlussmann Dmitrovic dar. Dessen Rettungstat in der 27. bewahrte Serbien dann vor dem Rückstand: Eine Flanke von rechts von F91-Offensivmann Sinani landete auf dem Kopf von Rodrigues. Der Keeper drückte den Ball über die Latte.

In der Folge suchte auch der Gast einige Male das Durchkommen, doch die Bälle wurden meist vor der Strafraumgrenze abgeblockt – bis dann eben Mitrovic auftauchte. Glück hatten die “Roten Löwen” in der 40.: Gerson rettete vor Ljajic auf der Linie.

Nicht geschockt

Wenig geschockt, wollte die FLF-Auswahl den Rückstand noch vor der Pause aufholen. Vincent Thill legte sich in der 44. den Ball zurecht und zog ab … doch das Leder prallte vom Pfosten ab. Im zweiten Durchgang änderte sich rein gar nichts: Luxemburg suchte den Abschluss – aus allen Ecken. Rodrigues, Sinani und Deville setzten die ersten Ausrufezeichen. In der Verteidigung war auf Gerson Verlass, der in der 51. eine weitere Rettungstat auftischte.

Doch eiskalte Präzision machte auch in der zweiten Hälfte den Unterschied. Ein langer Abschlag des Keepers flog über Gerson hinweg, der sein Kopfballduell verlor. Chanot kam zu spät gegen den anstürmenden Radonjic, der in der 55. auf 2:0 erhöhte. Nationaltrainer Luc Holtz reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte Turpel und Da Mota für Sinani und Deville.

Einwechselspieler hellwach

Dieser Plan ging schon fünf Minuten später auf: Da Mota schnappte sich den Ball, den alle bereits im Aus gesehen hatten, drehte sich und bediente Turpel, der auf 1:2 verkürzte. Doch es war weiterhin wie verhext: V. Thill blieb ein Treffer trotz seiner zweiten hochkarätigen Chance verwehrt, als er in der 72. am zweiten Pfosten lauerte. Torwart Dmitrovic rutschte in der allerletzten Sekunde in den Ball, um zu klären. In der 77. landete der Ball wieder bei Da Mota, doch der Racing-Angreifer traf nur das Außennetz.

Stattdessen gingen die Serben noch ein drittes Mal konsequenter mit ihren Vorstößen vor: Jedes Mal, wenn sich Mitrovic und Co. etwas Platz bot, wurde es gefährlich. So auch in der 80., als der Nummer 9 sein zweites Tor gelang (78.).

Durch diesen schmeichelhaften Sieg hat Serbien auf Platz drei nun sieben Zähler in der Gruppe B, Luxemburg liegt mit 4 Punkten auf Platz 4. Portugal feierte einen klaren 5:1-Erfolg (4 Tore von C. Ronaldo) bei Schlusslicht Litauen und bleibt Tabellenzweiter mit fünf Punkten Rückstand auf Leader Ukraine.


Statistik:

Luxemburg: Moris – Jans, Chanot, Gerson, Carlson – Barreiro – V. Thill (85. Joachim), Sinani (61. Da Mota), O. Thill, Rodrigues – Deville (61. Turpel)

Serbien: Dmitrovic – Rukavina, Spajic, Maksimovic, Kolarov – Lukic (61. Gacinovic), Milivojevic – Katai (46. Radonjic), Milinkovic-Savic (80. Matic), Ljajic – Mitrovic

Schiedsrichter: Grinfeeld – Hassan, Yarkoni (alle ISR)

Gelbe Karten: Deville, Barreiro – Mitrovic, Kolarov, Spajic

Torfolge: 0:1 Mitrovic (36.), 0:2 Radonjic (55.), 1:2 Turpel (66.), 1:3 Mitrovic (78.)

Zuschauer: 6.373 zahlende

 

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