Für Eléonora Molinaro kommt es derzeit Schlag auf Schlag. Nach den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires (Argentinien) steht ab Dienstag das “ITF Junior Masters” in China auf dem Programm. Bei diesem Turnier kämpft die Luxemburgerin mit sieben weiteren Spielerinnen um den inoffiziellen Titel der “Junioren-Weltmeisterin.”

Das letzte große Highlight ihrer Junioren-Karriere steht für Eléonora Molinaro an. Zum ersten Mal wird ein luxemburgischer Vertreter beim “ITF Junior Masters” dabei sein. Bei diesem Wettbewerb, wo acht Top-Spielerinnen der Tenniswelt aufeinandertreffen, werden nach den Grand-Slam-Turnieren bei den Junioren die meisten Punkte für die Weltrangliste vergeben. Preisgeld gibt es wie gewohnt auf dem Junioren-Circuit nicht zu gewinnen. Dafür deckt die ITF aber gewisse Reisekosten – je nach der späteren Platzierung – für die Spieler ab. Diese können von 7.000 bis zu 15.000 Dollar reichen.

Erst vor kurzer Zeit nahm die Luxemburgerin an einem anderen Großereignis, den Olympischen Jugendspielen, teil. “Aus sportlicher Sicht war ich im Einzel nicht gerade vom Losglück verfolgt. In der ersten Runde verlor ich nämlich gegen Iga Swiatek (WTA 175). Dafür lief es im gemischten Doppel besser. In diesem Wettbewerb schaffte ich es bis ins Viertelfinale”, blickt Molinaro zurück.

Dass das einheimische Talent jetzt an diesem Saison-Highlight teilnehmen kann, hat vor allem mit “Elés” grandioser ersten Jahreshälfte zu tun. In den ersten sechs Monaten war sie fast nicht zu stoppen. Von 35 Spielen ging sie insgesamt 32 Mal als Gewinnerin vom Platz. Dabei konnte sich die FLT-Spielerin sechsmal in ein Finale auf der Junioren-Tour vorkämpfen. Viermal ging sie dabei als Siegerin vom Platz. Den größten Erfolg machte die Rechtshänderin mit ihrem Triumph beim Sandplatz-Turnier “Trofeo Bonfiglio” (Grad A) perfekt. Bei diesem prestigereichen Junioren-Turnier waren ebenfalls schon Spielerinnen wie Simona Halep und Sloane Stephens erfolgreich. Kurz danach machte die Nummer zwei des luxemburgischen Frauen-Tennis bei den French Open der Junioren auf sich aufmerksam, als sie erst in der Runde der letzten acht gegen die spätere Turniergewinner Cori Gauff (USA) ausschied. Mit diesen Leistungen stieß Molinaro bis auf den achten Platz der Juniorenweltrangliste nach vorne. Danach trat die “Schéiss”-Spielerin nur noch dreimal bei Junioren-Wettbewerben in Erscheinung. Diese Auftritte sind aber allesamt nicht nach Wunsch verlaufen. Im Profibereich kämpfte sich der Schützling von Trainer Julien Mathieu vom 876. auf den 393. Rang nach vorne.

Jetzt steht mit dem Masters-Turnier Molinaros letzter Auftritt als Juniorenspielerin vor der Tür. Sie weiß um die Schwere der Aufgabe. “Ich habe mir kein klares Ziel gesetzt, weil ich auf starke Gegnerinnen treffen werde. Natürlich werde ich alles daran setzen, einige Runden (Anm. d. Red.: gespielt wird zunächst in zwei Gruppen à vier Spielerinnen) zu überstehen. Aber ich bin schon sehr stolz darauf, dass ich hier an den Start gehen kann. Ich sehe es als eine Art Belohnung meiner Juniorenkarriere an. 2018 war ein tolles Jahr für mich. Dieses Turnier ist irgendwie die Kirsche auf dem Kuchen.”


Übersicht

Die Teilnehmerinnen:
Xiyu Wang (CHN, Junioren-Ranking 1, WTA 194)
En Shuo Liang (TPE, 6/283)
Xinyu Wang (CHN, 8/343)
Maria Camila Osorio Serrano (COL, 5/723)
Clara Burel (FRA, 2/605)
Clara Tauson (DEN, 3/760)
Eléonora Molinaro (LUX, 14/393)
Leylah Annie Fernandez (CAN, 16/457)

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