Seit die Luxemburger Bankenvereinigung ABBL („Association des banques et banquiers, Luxembourg“) ihren langjährigen Direktor Serge de Cillia Ende Oktober in den Zwangsurlaub geschickt hatte, war die Branchenvereinigung führungslos. Nun hat der Verwaltungsrat einen Übergangschef ernannt.

Am Mittwoch hat der Verwaltungsrat der ABBL Yves Maas, der in der Vereinigung kein unbekanntes Gesicht ist, zum Übergangs-Geschäftsführer ernannt. Er wird das Amt zum 1. Dezember antreten.

Yves Maas war von 2014 bis 2018 Präsident der ABBL und wurde 2018 zum Vizepräsidenten gewählt. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Finanzsektor, sowohl in Luxemburg als auch im Ausland. Er begann seine Karriere bei der Cedel Bank (heute Clearstream) und kam 1999 zur Credit Suisse. Im Jahr 2017 wurde er zum Präsidenten des Verwaltungsrats von Credit Suisse Luxembourg ernannt.

Dank für fast 20 Jahre treue Dienste

„Ich weiß, dass die ABBL bei Yves Maas in guten Händen ist“, sagt Guy Hoffmann, Präsident der ABBL, laut Pressemitteilung. „Ich bin überzeugt, dass er uns helfen wird, einen nahtlosen Übergang zu schaffen und den Dienst an unseren Mitgliedern weiterhin in den Vordergrund zu stellen.“

Yves Maas wird Nachfolger von Serge de Cillia, der Ende Oktober vom Verwaltungsrat in den Zwangsurlaub geschickt wurde. Serge de Cillia war seit 2001 für den Bankenverband tätig. Seit 2014 war er Direktor der Vereinigung.

Die Pressemeldung vom Mittwoch, die den neuen Chef ankündigte, war viel freundlicher formuliert als die von vor zwei Wochen. Die ABBL sprach Serge de Cillia offiziell ihren Dank für fast „20 Jahre treue Dienste“ sowie für seine harte Arbeit und sein Engagement aus.

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