Anfang August letzten Jahres hat zwischen Schlindermanderscheid und Consthum ein Stück Wald Feuer gefangen. Auf dem verbrannten Gelände sprießt seit ein paar Monaten wieder das Grün.

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Nach dem Waldbrand: „Die Natur nimmt sich alles zurück“

130 Feuerwehrleute und 30 Löschfahrzeuge waren vergangenen Sommer während fast zwei Tagen für die Löscharbeiten im Einsatz. 12 Hektar Wald sind in der Zeit den Flammen zum Opfer gefallen. Seitdem ist dort die Natur sich selbst überlassen worden, die sich langsam wieder regeneriert. „In dem letzten Jahr ist forstwirtschaftlich gesehen nicht viel passiert“, erklärt der zuständige Förster Jeff Sinner. Momentan wird geschaut, welche Bäume sich von dem Brand erholen konnten und welche nicht mehr zu retten sind. Dies sei erst nach einigen Monaten ersichtlich. Auf 4 Hektar der Gesamtfläche standen vor dem Brand Nadelhölzer. Einige der Bäume waren ein halbes Jahrhundert alt. Tiere sind von dem Brand nicht direkt betroffen. Wildtiere konnten noch schnell genug fliehen, wie auch Vögel, da die Brutzeit bereits vorbei war.

Besagtes Gelände gehört Privatleuten. Teilweise laufen noch die Expertisen in Sachen Schadensersatz. Dann hängt es von den Eigentümern ab, ob und was dort angepflanzt wird. Birken und Weiden würden eigentlich von selbst dort wachsen, so der Förster weiter. Warum es gebrannt hat, kann nicht eindeutig geklärt werden. Polizei und Feuerwehr haben keine eindeutigen Spuren für eine Brandstiftung finden können, erklärt Sinner. Das bestätigt die Bürgermeisterin der Gemeinde Bourscheid Annie Nickels-Theis. Ihr wurde keine offizielle Brandursache mitgeteilt. Die Wanderwege, die während des Brandes in Mitleidenschaft gezogen wurden, hat der „Syndicat d’initiative“ in Stand gesetzt. Nur bei einem der Wege sind noch weitere Sicherheitsmaßnahmen nötig.

Fotogalerie: So sah es nach dem Brand vor einem Jahr aus

Die Bürgermeisterin ist, wenn sie an den letzten August zurückdenkt, vor allem froh, dass während des Brandeinsatzes niemandem etwas passiert ist. Ein paar Monate nach dem Einsatz hat eine gemeinsame Nachbesprechung mit dem Rettungskorps CGDIS stattgefunden. Es wurde noch einmal rekapituliert, was während des Einsatzes gut gelaufen ist und wo Verbesserungsbedarf besteht. Das sei das einzig Positive, das aus der ganzen Sache entstanden sei, so die Bürgermeisterin: „Der CGDIS konnte aus dieser Erfahrung lernen und ist in Zukunft noch besser auf solche Situationen vorbereitet.“

4 Kommentare

  1. Wahrscheinlich ist in dem Zeitraum eines Jahres die Biodiverstät in einem abgeholzten oder abgebrannten Nadelwald in unseren Breiten größer, als während der Lebensdauer der Pflanzung. Aber es ist einfacher für die Politik, unbrauchbare Elektroautos, Windmühlen und Solaranlagen, deren Fläche man in Fußballfeldern berechnet, zu promovieren, statt eine CO2 vernichtende Natur zu begünstigen. Ein echter Irrsinn! Sind die wirklich so dumm, oder worum geht es unseren grünen Leadern?

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