Beim Blick auf die gestrigen Wettquoten wird deutlich: Ein Heimspielsieg von Cluj in den Play-offs der Europa League würde nicht unbedingt viel einbringen … Sollte sich der F91 dagegen in Rumänien durchsetzen, wäre dies schon ein deutlich lukrativeres Geschäft.

Stand gestern (28.8.) um 19 Uhr: Exakt 48 Stunden vor dem Anpfiff des alles entscheidenden Europa-League-Rückspiels sprechen die Quoten der Wettbüros eine klare Sprache. Theoretisch gibt es für einen Euro Einsatz im Fall eines Sieges der Luxemburger bei Ladbrokes den 15-fachen Gewinn aufs Konto, also 15 Euro, zurück. Bei bwin wären es dagegen „nur“ elf Euro. Man traut den Spielern von Dino Toppmöller also insgesamt nicht wirklich zu, die Leistung vom vergangenen Donnerstag auch im Dr.-Constantin-Radulescu-Stadion wiederholen zu können. Bei Tipico beträgt die Cluj-Quote beispielsweise 1,35 (bwin 1,22), ein Unentschieden bringt den 5,8-fachen Gewinn bei Unibet ein. Heißt also, dass der rumänische Meister bei den Wettmachern noch immer als Favorit angesehen wird.

Die besseren Chancen

Anders sieht es da schon bei den Qualifikationschancen nach dem 2:0-Erfolg von vor sieben Tagen aus. Was für den FLF-Verein finanziell ein Wahnsinnsgeschäft wäre (siehe Kasten), würde nur das 1,67-Fache bei Betfair zurückbringen, gegenüber 2,25 bei 888sport für den CRF Cluj. Das liegt wohl daran, dass sich in der Geschichte des Europapokals nicht weniger als 497 von 601 Teams für die nächste Runde qualifiziert haben, die mit einem Vorsprung von zwei zu null Toren ins Rückspiel gingen.


Millionenspiel

Seit Düdelingen die Tür zur Gruppenphase aufgestoßen hat, ist die Summe, die der F91 bei einer Qualifikation verdienen kann, in aller Munde. 2,92 Millionen Euro gibt es vom europäischen Fußballverband UEFA für die Teilnahme an der Gruppenphase. Bisher hat der F91 in drei Runden bereits 820.000 Euro durch Solidaritätszahlungen in die Kassen gespült bekommen. Zusammen würde das 3,74 Millionen Euro ausmachen. Das Budget für die nächste Saison ist damit bereits gesichert und gar übertroffen. Bisher lag der offizielle Etat der Düdelinger bei 3,3 Millionen Euro.

Scheidet der F91 aus, kann sich der Verein mit 1,38 Millionen Euro trösten (820.000 Euro plus 260.000 Euro Meisterprämie plus 300.000 Euro Solidaritätszahlungen).

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