Der 55-jährige Afonso C. musste sich am Dienstag vor der Luxemburger Kriminalkammer wegen Imports und Handels von Drogen sowie der Vergewaltigung Minderjähriger mit einhergehender Zwangsprostitution verantworten.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Taxi- und früheren Lkw-Fahrer vor, zwischen Anfang 2012 und Januar 2016 regelmäßig größere Mengen von Kokain, Ecstasy und Marihuana aus den Niederlanden importiert und in Luxemburg verkauft zu haben.

Drogen gegen Sex

Gemeinsam mit C. auf der Anklagebank: der 35-jährige João Paulo F., dem aber lediglich der Import und Handel mit Drogen vorgeworfen wurde. C. soll dagegen jungen Passagieren Drogen angeboten haben. Auch schon mal Minderjährigen – gegen Sex.

So wurden auch zwei Mädchen zu seinen Opfern. In vollem Bewusstsein, dass die beiden noch keine 14 Jahre alt waren, verführte C. sie zum Geschlechtsverkehr. Vor Gericht schilderte er alle Details einer “Sexorgie” mit den beiden. Obwohl er sich entschuldigte, kam ihm nicht in den Sinn, dass er dabei von ihrem Drogenentzug profitiert hatte.

Zehn Jahre wegen Vergewaltigung

Neben dem Drogenhandel ging die Staatsanwaltschaft besonders auf die Vergewaltigung Minderjähriger ein und forderte für Afonso C. zehn Jahre Haft und für João Paulo F. ein Jahr mit eventueller Bewährung.

Am Dienstag fiel das Urteil. Afonso C. wurde wegen Vergewaltigung zu zehn Jahren Haft und zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. João Paulo F. erhielt zwölf Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 750 Euro. Zudem wurde der Hauptangeklagte wegen Drogenhandels zu weiteren drei Jahren Haft und zu einer Geldstrafe von rund 8.500 Euro verdonnert.

Von Carlo Kass

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