Bereits im Juni stand die Vergrößerung des Schouweiler Parks auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Er soll bis nach Sprinkingen erweitert werden. Das Projekt wurde einstimmig angenommen. Erklärungen.

Die Erweiterung des Gemeindeparks in Schouweiler ist ein Projekt, das Bürgermeisterin Manon Bei-Roller besonders am Herzen liegt. “Unsere Gemeinde ist sicherlich ländlicher als andere, aber wir liegen auch an mehreren Hauptverkehrsadern. Das bereitet Stress, Lärm und andere Unannehmlichkeiten. Deshalb ist unser Park so wichtig. Er ist ein Naherholungsgebiet, wo man abschalten kann. Er soll nach seiner etwa 650 Meter langen Erweiterung aber auch mehrere Dörfer, allen voran Schouweiler und Sprinkingen, miteinander verbinden und so den Schulweg sicherer machen”, so die Bürgermeisterin.

Im neu gestalteten Park sollen außerdem Radfahrer und Fußgänger viel Platz haben. Das Projekt ist nämlich Teil des Mobilitätskonzeptes der Gemeinde, das die Förderung des Langsamverkehrs, vor allem für die  kurzen Wege zwischen den verschiedenen Dörfern, vorsieht. In diesem Zusammenhang wird übrigens unter der viel befahrenen N5 (route de Longwy) eine  Unterführung entstehen.

Relaxen und sich amüsieren

Der Park ist aber auch eine Freizeitanlage. Einen Spielplatz gibt es bereits, jetzt wird überlegt, ihn zu vergrößern und eventuell noch weitere anzulegen. Die Bürgermeisterin hat auch gute Nachrichten für alle Verliebten, denn es ist ebenfalls die Schaffung einer Hochzeitswiese im Gespräch. Fürs leibliche Wohl wird auch gesorgt sein: Ein Kiosk soll Getränke und Snacks anbieten. Das örtliche CIGL (“Centre d’initiative et de gestion local”) könnte ihn betreiben. Bänke und  Picknick-Plätze sollen die Attraktivität des Areals steigern. Interessant ist ebenfalls die sogenannte “Motorikstrecke” mit Fitnessgeräten. „Wir tun unser Möglichstes, damit sich die Leute gut fühlen, körperlich wie seelisch”, so die Bürgermeisterin.

Der “neue” Park wird zudem etwas  anders gestaltet werden als der bestehende. Während der Teil des Parks in Schouweiler eher eine klassische Freizeitzone ist, soll im Teil Richtung Sprinkingen die Natur Vorrang haben. Im Rahmen des Vorhabens wird dem Naturschutz viel Platz eingeräumt, betont Manon Bei-Roller. So ist eine Renaturierung der Mess vorgesehen. Ferner stehen die Schaffung einer Überschwemmungszone und der Bau eines Kanalstauraums  auf der „To do”-Liste.

Die N5 wird während der gesamten Arbeiten für den Verkehr uneingeschränkt zugänglich bleiben, betonen die Projekt-Verantwortlichen. In Dippach legt man des Weiteren Wert auf Bürgerbeteiligung. Jeder kann seine Vorschläge, wie der Park aussehen soll, bei der Gemeinde einreichen. Außerdem wird die Bevölkerung regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten auf dem Laufenden gehalten. Die öffentliche Ausschreibung für das Projekt soll im nächsten Jahr erfolgen. Die Arbeiten werden im Frühsommer des selben Jahres beginnen, heißt es. Der erweiterte Park soll 2021 fertiggestellt sein. Der Kostenpunkt für “dieses Stück mehr Lebensqualität”, wie Manon Bei-Roller das Projekt nannte, liegt bei insgesamt 5,8 Millionen Euro.

Illustration: Gemeinde Dippach

Ein Plan der erweiterten Anlage

2 Kommentare

  1. Wer in der Gemeinde Dippach von ländlichem Charakter redet, übersieht sicherlich die vielen abgerissenen Einfamilienhäuser, wo Residenzen an deren Stelle kommen. Wenn Bänke die Attraktivität steigern sollen, denke ich an die vielen bereits vorhandenen Bänke, die hier dringend nach Farbe schreien. Auch der Unterhalt der vielen bereits bestehenden Verschönerungen ist nicht gewährleistet. Es wird also aus wahlpolitischen Beweggründen munter geplant, und es in der Presse propagiert. Die kommende Generation wird wahrscheinlich Mühe haben, die heutigen populistischen Planungen zu unterhalten und erhalten. Aber unsere derzeitigen Politiker sehen nur bis zu den nächsten Wahlen, und den heutigen Neubürgern fehlt die Weitsicht. Qui vivra verra. Was wurde ich vor 40 Jahren verspottet, als ich voraussagte dass die Kläranlage nicht richtig funktionieren könnte, und als Atheist die Baufälligkeit des Sprinkinger Kirchturms prophezeite. Zwei Feststellungen die heute deutlich geworden sind.

  2. Wer sich zu Fuß durch unsere Dörfer bewegt, erkennt gleich dass kein großes Interesse an Parkanlagen oder sonstigen Verschönerungen besteht. Viele Vorgärten wo einst Blumen standen wurde der Boden mit Plastik versieget und Kieselsteinen darüber. Es bestand also nicht die geringste Notwendigkeit in der Gemeinde Dippach einen größeren Park zu haben. Dann das Argument vom sicheren Schulweg, wo doch ein Bus die Kinder abholt, und die Sprösslingen der gehobenen Kaste werden mit dem Privatauto vorgefahren.

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