Wie die hauptstädtische Spitzenkandidatin Marceline Goergen dem Tageblatt gegenüber am Mittwoch bestätigte, hat sich die umstrittene Kandidatin Christiane Kies von der Liste für die Kommunalwahlen zurückgezogen.

Wie Goergen weiter erläuterte, habe sie auch ihren Rücktritt aus der Partei eingereicht. Kies hatte in den letzten Tagen für viel Aufregung gesorgt, weil sie in den sozialen Medien und auf der Videoplattform Youtube gegen Muslime gehetzt hatte. “Muslime sind und bleiben Terroristen. Das, was sie jetzt machen, ist Scheinheiligkeit”, schrieb sie unter anderem.

Videos gelöscht

Nachdem der Vorfall öffentlich wurde, folgte eine Entschuldigung von Kies auf RTL: “Ich habe diesen Artikel unüberlegt geschrieben und entschuldige mich offiziell bei diesen Leuten.” Sie fügte hinzu, dass sie als Christin keine Menschen hasse und die Religionsfreiheit respektiere.

“Ich habe mit Frau Kies geredet”, so Goergen. “Alles, was öffentlich wurde, war aus einer Diskussion zwischen zwei Menschen, die nicht öffentlich werden sollte.” Die Kandidatin habe sich bei jedem entschuldigt. Es sei trotzdem nicht zu tolerieren, was geschrieben wurde. “Deswegen hat sie ihren Rücktritt eingereicht.” Da es aus rechtlichen Gründen nicht mehr möglich sei, Kandidaten von den Wahllisten zu streichen, bleibe Frau Kies aber als “Kandidatin ohne Partei” auf der Liste, hieß es am Mittwochnachmittag in einem offiziellen Schreiben der ADR.

Dass Frau Kies auch im ganz öffentlichen Raum auf Youtube Muslime diskriminierte, will die hauptstädtische Spitzenkandidatin nicht gewusst haben: “Das ist mir neu.” Die besagten Videos wurden mittlerweile von Youtube gelöscht.

Nachtrag:

Kelly Meris, deren Konversation mit Kies auf Facebook Auslöser der Polemik war, kontaktierte am Donnerstag das Tageblatt. Die Diskussion sei nicht privat gewesen, sondern habe auf der Pinnwand einer dritten Person stattgefunden. “Ich bin nicht mit Frau Kies auf Facebook befreundet”, sagt Meris. Der adr habe von dem Streit auf der Pinnwand auch gewusst. Vor zwei Wochen schrieb Meris eine Email an die adr, in der sie erklärte, was passiert war.

Sie ist mittlerweile wegen der Affäre aus der Partei ausgetreten und hat auch eine Klage gegen Christiane Kies eingereicht. “Solche Aussagen gehören angeklagt”, sagt Meris dem Tageblatt.

 

19 Kommentare

    • Déi Fra huet secher gemengt ët kéint een sech an där Partei méi erlaben als “Politiker-IN”. Klengen Iertum: och do huet deen een oder aneren den Dix sech selwer geriicht oder geriicht kritt. Besonnesch wann een erausfënnt dass een mol kéint op d’Geriicht kommen mat sengem oniwerluechten Gesabbels.

    • 1. Querulanten gëtt et an all Partei.
      2. D’Madame ass wahrscheinlech frëndlech gebiede ginn ze goen, genau sou wéi den J. Thein. Ech fannen dat weist effektiv den Niveau vun der ADR, an zwar e ganz positiven. Géifen sou Querulanten gedult ginn, géif ech Iech Recht ginn Jang. Mee objektiv gesinn ass d’Tatsaach, datt sou Leit erausgeheit resp. gebiede ginn ze goen, dach éischter en Argument fir d’Partei?!

  1. @Jang Ech mengen den ADR vetrett och hier Weltsicht. Well esou wei ech Christiane kennen hellt Sie nie en Blaat vierun den Mond. Soss wier sie an den Joeren dei se schon beim ADR as dach obgefall.

  2. Ob es sich nun um den Wagen von Frau Francine Closener handelt um mit “CD ” in die Schweiz oder eine Dame mit “Kreuz ” am Hals gewählt zu werden. Wir werden manipuliert. Vorsicht mit Aussagen auf internet.

  3. Mme Kies ass net dei eenzeg dei sech esou äussert am ADR, wann een sëch Lëschten genau ukuckt fënnt een derer na mei dei an de Schema vun der Mme Kies fahlen…
    An dei Äusseren sech och Öffentlech op FB..

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