Die Initiative „Vélorution“ setzt sich für eine fahrradfreundliche und -sichere Stadt Esch ein. Zu diesem Zweck veranstaltet sie am Samstag eine Rundfahrt durch die Minettemetropole. Den Abschluss bildet die zweite „Fête communautaire“, die um 18.00 Uhr im Park Laval beginnt.

Im Rahmen seiner partizipativen Stadtviertelinitiative veranstaltet das Projekt „REconomy“ der „Maison de la transition“ am Samstag eine Rundfahrt mit dem Fahrrad durch die Stadt Esch. Los geht es um 16.00 Uhr auf dem Rathausplatz. Der Rundweg führt über den boulevard JF Kennedy durch die Viertel Brill, Uecht und Clair Chêne. Weiter geht es durch den Brouch und von dort entlang der Nonnewisen nach Lallingen und Wobrécken. Das Ziel ist im Park Laval, wo um 18.00 Uhr die nach 2018 zweite „Fête communautaire“ stattfindet. Essen und Getränke sollen die Besucher selber mitbringen. Für die Musik sorgt DJ Steve R.I.O.T. vom Plemm Plemm Soundsystem.

Ziel der Rundfahrt ist es, die Menschen, die das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im Alltag gebrauchen, zusammenzubringen und gleichzeitig eine fahrradfreundlichere und -sichere Stadtplanung mit mehr Radwegen zu fordern. „Vélorution“-Initiativen gibt es, auch unter der Aktionsform „Critical Mass“, bereits in vielen anderen Städten weltweit, sein einigen Jahren auch in der Stadt Luxemburg.

In Esch reiht sich das „Vélorution“ in die Aktivitäten von REconomy ein, das mit unterschiedlichen Aktionen versucht, die Lebensqualität im Sinne einer ökologischen Transition in der Stadt Esch zu verbessern, wie Eric Lavillunière, Noch-Koordinator von REconomy, erklärt. In Kürze gibt der 54-jährige Wahl-Escher die Koordination an Marieke Kremers (45) aus Gonderingen ab, weil er sich stärker anderen Projekten widmen möchte.

Keine vernünftige Alternative

Jean Larock, der die „Vélorution“ im Rahmen von REconomy organisiert, findet, dass Esch noch ein gutes Stück fahrradfreundlicher werden könnte. Die Ankündigung des Escher Bürgermeisters Georges Mischo, das Radfahren in der Alzettestraße zu unterbinden, kann er nicht verstehen. Solange es keine vernünftige Alternative für Radfahrer gebe, sei diese Maßnahme nicht sinnvoll. Besser sollte die Stadt dafür sorgen, dass nicht ständig Autos die Fußgängerzone durchqueren. Oder man sollte die Kanalstraße so gestalten, dass Radfahrer und Fußgänger Priorität haben, während Autos lediglich toleriert werden und nicht schneller als 20 km/h fahren dürfen.

REconomy gehe es vor allem darum, dass die Bürger eigene Ideen einbringen, wie man die Verkehrssituation verbessern kann, erläutert Eric Lavillunière. Es reiche nicht, nur auf die öffentliche Hand zu warten.

Auf dem Fest, das im Anschluss an die Radtour stattfindet, richtet REconomy im Park Laval einen Holzsockel auf, den die Mitglieder des Projekts in Eigenregie in ihrer neuen Schreinerwerkstatt Facilitec in der rue Berwart hergestellt haben. Der Sockel soll den Besuchern des Parks als Untersatz für Schach oder andere Brettspiele dienen. LL

6 Kommentare

      • Wenn dem so ist, umso besser. Habe nicht behauptet, dass Autos, ausser den Lieferanten, durch die Fussgängerzone fahren dürfen. Es gibt allerdings auch ( zumindest in Deutschland, siehe Trier ) Fussgängerzonen, in denen die Radfahrer von ihrem Vehikel absteigen müssen. Aber jetzt, mit den E-Tretrollern, werden sich dann wohl die Vorschriften ändern und es wird noch ” Knuppefreed “werden ! Radfahrer mit oder ohne E-Bike, einfache Tretroller oder elektrisch getriebene, Roller Skaters, Fusgänger/innen, Hunde angeleint oder nicht, ein Polizeifahrzeug oder ein Taxi usw .usf. Kurzum ein Heidenspass mit vorprogrammierten Zusammenstössen.

        • Mein ‘Kusäng’ wird gleich richtig reich!
          Seine Handelsermächtigung wird in der nächsten Sitzung behandelt
          Sie betrifft den Handel mit E-Bikes aller Art und Preisklassen, mit E-Tretroller bis ca. 45KW; alle Batterien für diese Fortbewegungsmittel, jedes Zubehör in Sachen Bequemlichkeit resp. Sicherheit. Desweiteren alle Arten von Skaters.

          Mein ‘Kusäng’ ist echt reich wenn diese Hype in 3-4 Jahren abflaut.

    • Sehr richtig aber auch keine Polizeiwagen die nach belieben in beiden Richtungen fahren und dann auch noch mit laufendem Motor stehen bleiben um mit Bekannten zu Quatschen, ich dachte das Staatsbedienstete die zum Wohle des Volkes da sind mit gutem Beispiel voran gehen sollten und sich nicht über das Reglement hinwegsetzen, da braucht man sich nicht wundern wenn andere das auch machen.

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