Am Samstag findet auf dem Herchesfeld in Roeser das lang ersehnte Musikkonzert von Rammstein statt. Doch im Vorfeld gibt es einige Klagen.

Von Raphael Lemaire

„Es ist eine der größten Bühnen, die momentan unterwegs sind“: So hieß es auf der Facebook-Seite „Rammstein Belgium“ vor dem Konzert im König-Baudouin-Stadion von Brüssel. In Roeser steht sie schon, bereit für die große Show am Samstagabend.

Die Stahlkonstruktion ist 24 Meter breit und 15 Meter hoch. 200 Personen arbeiteten an ihrem Auf- und Abbau. Die Musikanlage kann 380.000 Watt produzieren, die aus 100 aufgehangenen Lautsprecherboxen blasen. Insgesamt werden 50 Tonnen Equipment für jedes Konzert verbaut. In Dresden soll man Rammstein noch in zehn Kilometern Entfernung gehört haben. Da darf man gespannt sein, wie es in Roeser sein wird. Den Strom liefern riesige Aggregate, damit während der Show nicht das Licht in den umliegenden Ortschaften ausgeht. Die Kapazität des Festival-Geländes auf dem Herchesfeld liegt bei etwa 18.000 Besuchern. Alle Tickets waren binnen einer Stunde ausverkauft.

Die Verantwortlichen der Konzertorganisation betonten ausdrücklich, dass es keine Parkmöglichkeiten rund um Roeser, Hellingen und Bettemburg gibt. Außerdem sind die umliegenden Straßen für den Verkehr gesperrt. Die Veranstalter bieten zwei mögliche Alternativen. Die erste besteht in der Nutzung von Shuttlebussen. Dazu muss man sich zuerst zum P+R Bouillon in Luxemburg-Stadt begeben. Von dort aus fahren die Busse ab 14 Uhr direkt nach Roeser zum Gelände (Einlass zum Konzert ab 16 Uhr). Die Bustickets (Hin- und Rückfahrt) kosten 5 Euro pro Person.

Die zweite Möglichkeit ist ein extra eingerichteter Parkplatz, der nur zehn Minuten vom Konzertgelände entfernt ist. Dafür ist ein „On-site Car Parking-Ticket“ nötig. Von dort aus fährt ein Shuttle-Transport zum Konzertgelände. Das Ticket kostet 20 Euro pro Fahrzeug. Dieser Parkplatz befindet sich hinter der Autobahnausfahrt A3 Düdelingen-Zentrum in der Industriezone.

Die unter 16-jährigen Konzertbesucher müssen in Begleitung eines Erwachsenen erscheinen. Die Benutzung von Ohrstöpseln wird empfohlen. Aufnahmegeräte wie z.B. Go-Pro-Kameras und Selfie-Sticks sind nicht erlaubt.

Vor allem die hohen Eintrittspreise (100 Euro) sowie die teuren Parktickets sorgten bereits für Schlagzeilen. Die „Union luxembourgeoise des consommateurs“ (ULC) wirft den Verantwortlichen des Rammstein-Konzertes Abzocke auf dem Rücken jugendlicher Musikliebhaber vor (siehe Tageblatt vom Donnerstag).

1 Kommentar

  1. Ich will sie nicht sehen, muss sie aber hören, da eine Krachglocke von 314 km2 um das Konzert ist. (10km Radius wie bei den anderen Konzerten)

    Was man nicht alles für die ‘Kultur’ ertragen muss.

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