Wie geht es dem Fremdenverkehr in der Großregion? Auch wenn in den verschiedenen Teilgebieten der Region unterschiedliche Strategien zur statistischen Erhebung angewendet werden, so kann man aufgrund der Zahlen doch Trends feststellen. Hier einige Details.

Es muss nicht immer Spanien, Italien oder die französische Côte d’Azur sein. Auch die Großregion hat in Sachen Tourismus viel zu bieten. Der Saar-Lor-Lux-Raum ist nämlich eine der reichsten Regionen Europas in Sachen Kultur, Sprachen, Landschaften und Traditionen. Und auch wirtschaftlich und historisch hat die Region einiges zu bieten. Das merken auch immer mehr Touristen und entscheiden, nicht in den Süden zu fahren, sondern ihren Urlaub in der Großregion zu verbringen.

Besonders die Niederländer übernachten laut einer rezenten Erhebung der statistischen Ämter der Großregion dann auch häufig in der Großregion. Sie waren 2017 die häufigsten ausländischen Ankömmlinge in Rheinland-Pfalz, Wallonien und Lothringen. Im Saarland waren 2017 die Franzosen die stärkste ausländische Gästegruppe, in Luxemburg waren es die Belgier.

All diese Touristen müssen standesgemäß beherbergt werden. Wie sieht es mit den Übernachtungsmöglichkeiten aus? Bezogen auf die Bevölkerungszahl ist die Bettenkapazität in Rheinland-Pfalz am höchsten. Danach folgen Wallonien, Luxemburg und das Saarland. In den Statistiken von Lothringen sind jedoch ausschließlich Sterne-Hotels vertreten, sodass die Zahlen dieser Region nur ein Teilbild darstellen und daher für den Vergleich nicht geeignet sind.

Es ist kein Geheimnis, der Tourismussektor stellt in vielen Ländern einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. In Luxemburg erwirtschaftete er im letzten Jahr ungefähr 6,5% des Bruttoinlandsproduktes. Der Horeca-Bereich zeichnet sich aber auch durch seine hohe Anzahl an Saisonkräften und Aushilfen aus. Im Allgemeinen sei aber die Anzahl der Arbeitnehmer im Gastgewerbe in der Großregion gestiegen, so die statistischen Ämter. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl arbeiten in Luxemburg aber mehr Leute in Gastgewerbe als in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Lothringen und in Wallonien.

Luxemburg will sein touristisches Angebot massiv erweitern und setzt hier neben dem Geschäftstourismus u.a. auf den Wander- und Fahrradtourismus.

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