“Drauf, dran und durch!” – ein Deutscher hat mutmaßlich einen Gedenkstein auf seinem Grundstück in Lothringen aufgestellt, der die 17. SS-Panzergrenadier-Division aus dem Dritten Reich ehrt. Das berichtet Le Quotidien. Der Nazi-Stein auf einem Feld in Volmunster bei Bitche kann von einem Spazierweg aus gesehen werden und hat inzwischen auch die französischen Behörden auf den Plan gerufen.

Laut Quotidien hat die Staatsanwaltschaft von Saargemünd eine Ermittlung eröffnet. “Dei Stele steht auf einem Feld, das Eigentum eines Deutschen ist, der in Deutschland lebt”, erklärt Staatsanwalt Jean-Luc Jaeg. Das Monument sei mit Blumen geschmückt und könne von Spaziergängern gesehen werden. Am Donnerstagnachmittag rückte die Gendarmerie aus und baute die Stele ab.

Die Entdeckung eines solchen Mahnmals ist “nicht üblich – aber es gab in der Vergangenheit Treffen von Neonazis und anderen Sympathisanten des Dritten Reichs rund um Bitche”, sagt Jaeg.

Die 17. SS-Panzergrenadier-Division soll am 25. August 1944 ein Massaker im Dorf Maillé im Loire-Tal verübt haben. Dabei sollen die Soldaten 124 Zivilisten umgebracht haben.

4 Kommentare

  1. Es ist bedauerlich und beschämenswert, wenn Deutsche aus der Geschichte einer verbrecherischen und Menschen verachtenden Nazi-Diktatur nichts aber auch gar nichts gelernt haben.

    • Ohne Zweifel eine Unverschämtheit gegenüber den Nachkommen der Opfer jener SS-Gruppe, die hier geehrt wird. Dass dies als pietätsloser Akt angeprangert wird finde ich ganz in Ordnung. Nur bedauere ich, dass für manchen unverbesserlichen Deutschlandhasser jeder kleinste Anlass genügt, wie in diesem Fall, wo eine unverschämte Einzelperson es darauf anlegte, ein Land zu brüskieren, das unter der Herrschaft jener Geehrten in schrecklicher Weise zu leiden hatte, nichts Besseres einfällt, als nach mehr als 70 Jahren dessen heutige Nation unter Generalverdacht zu stellen.

  2. “Die meisten Wehrmachtssoldaten hätten mit der Nazi Ideologie nichts am Hut.” Nun dann habe ich was Falsches von meinen Eltern berichtet bekommen. 4 Wehrmachtssoldaten, keine SS, hatten sich im Elternhaus breitgemacht, während der Rundstedtoffensive, und ihre Gesinnung sehr wohl preisgegeben. Vielleicht waren es auch die einzigen 4 Wehrmachtssoldaten welche für die Ideologie waren.

  3. Das ist wohl ein typischer Vertreter der sogenannten ‘deutschen Volksgemeinschaft’. Er ist bereits durch den korrekten Gebrauch der deutschen Sprache überfordert. Es heißt nicht ‘Zum Gedenken DEN’ sondern ‘Zum Gedenken DER’.

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