Zu warm und überdurchschnittlich viel Regen im ganzen Land: Dieses Fazit zieht der staatliche Wetterdienst der ASTA für den diesjährigen Herbst. Die Niederschlagsmenge reicht jedoch nicht aus, um die sommerlichen Defizite auszugleichen.

Zum Abschluss des meteorologischen Herbstes hat der Wetterdienst der „Administration des services techniques de l’agriculture“, kurz ASTA, die regionale Wetteranalyse für den Zeitraum vom 1. September bis zum 30. November veröffentlicht. Hieraus ist hervorzuheben, dass der Oktober überdurchschnittlich mild ausgefallen ist, während die Temperaturen im November etwas zu kühl waren.

Dazu fiel im ganzen Land überdurchschnittlich viel Regen, mit einem Überschuss von bis zu 103 Millimetern in Koerich. Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn hatte eine Kaltfront die Hitze des Extremsommers nach Osten abgedrängt. Danach bestimmte abwechselnd kühle und warme Luft das Wetter für die restliche Zeit des Monats, heißt es im Bulletin weiter. Am zweiten Wochenende des Oktober stiegen die Temperaturen noch mal auf spätsommerliches Niveau an und blieben bis zum Ende des Monates auf überdurchschnittlichen Werten. Lokal kam es aber gegen Ende des Monats zum ersten Frost der zweiten Jahreshälfte. Atlantische Tiefdruckgebiete Ende Oktober brachten milde und feuchte Luftmassen mit, was viel Niederschlag zur Folge hatte.

Weiter schreibt die ASTA, dass die Niederschlagsmengen des Herbstes im Norden und besonders in der Mitte des Landes nicht ausreichten, um die Defizite seit Jahresbeginn auszugleichen. Die Niederschläge haben die Reserven in den oberen Bodenschichten wohl etwas aufgefüllt. Dies könne jedoch das Defizit der letzten beiden Jahre, das in den tieferen Schichten herrscht, nicht beseitigen. Um den Wassermangel vollends auszugleichen, sei es nötig, dass die Reserven über den anstehenden Winter wieder aufgefüllt werden. Dies sei nicht nur für die Trinkwasserversorgung und Landwirtschaft von Wichtigkeit, sondern auch für den Zustand der Wälder.

Die Wetterdaten stammen aus dem Messnetz von 32 automatischen Wetterstationen aus allen Regionen Luxemburgs. Dazu wurden die diesjährigen Werte der vier repräsentativen Stationen Asselborn (Norden), Küntzig (Südwesten), Remich (Moseltal) und Grevenmacher (Moseltal) mit den Durchschnittswerten der Referenzperiode 1981-2010 verglichen.
Alle aufgezeichneten Daten der 32 ASTA-Wetterstationen können auf www.agrimeteo.lu aufgerufen werden. ASTA ist Teil des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung.

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