Eine Stunde Arbeit kostet einen Chef in Luxemburg durchschnittlich 39 Euro. Dieser Betrag liegt weit über dem EU-Durchschnitt. Spitzenreiter bei den Arbeitskosten sind Finanz- und Versicherungswesen mit 71 Euro.

39 Euro kostet es einen Arbeitgeber in Luxemburg durchschnittlich, einen Angestellten eine Stunde lang arbeiten zu lassen. Damit liegt Luxemburg deutlich über dem EU-Durchschnitt von 26 Euro. Laut dem staatlichen Statistikinstitut Statec, das die Zahlen am Dienstag veröffentlicht hat, liegt der hohe Betrag vor allem an der Art der Jobs, die es in Luxemburg gibt: hoch bezahlte Arbeit im Dienstleistungssektor. Angeführt wird die Liste der teuersten Arbeitsstunden in der EU von Dänemark: Sie kostet den Chef durchschnittlich 42 Euro.

Wer in Luxemburg im Finanz- und Versicherungswesen arbeitet, der kostet seinen Arbeitgeber durchschnittlich 71 Euro die Stunde. Im Sektor Soziales kostet die Stunde 39 Euro und im Transportwesen kostet sie 35 Euro. In diesen drei Branchen muss der Luxemburger Arbeitgeber mehr hinblättern als in den Nachbarländern.

Direkte und indirekte Kosten

Das gilt allerdings nicht für alle Branchen. Im Bausektor und in der Industrie kostet die Arbeitsstunde den Chef in den Nachbarländern mehr als in Luxemburg. In der Industrie bezahlen die Arbeitgeber 34 Euro pro geleisteter Stunde. Im Bausektor sind es 26 Euro.

Wenn der Chef Geld ausgibt, bedeutet das übrigens nicht, dass dieses auch beim Arbeitnehmer ankommt. In Luxemburg sieht es aber ziemlich gut aus: Lediglich 13 Prozent der Ausgaben fließen in Steuern, Ausbildung und Arbeitskleidung. Das restliche Geld geht an den Arbeitnehmer. Der EU-Durchschnitt liegt hier bei 22 Prozent. In Frankreich gehen 33 Prozent der Ausgaben des Chefs nicht an die Arbeitnehmer. In Malta kommt das meiste Geld beim Arbeiter an: Lediglich 6 Prozent der Ausgaben fließen in Steuern und Co.

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