1912 lehnten sich in den Differdinger Hütten die italienischen Arbeiter auf. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen.

Von Roby Fleischhauer

Zu dieser Zeit gehörte die Differdinger Hütte zum Stinnes-Konzern und trug den Namen “Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft”. Direktion, Beamte und Ingenieure waren zum größten Teil Deutsche. 1912 arbeiteten im Differdinger Werk 532 Luxemburger, 155 Belgier, 730 Deutsche, 145 Franzosen, 114 Personen aus anderen Ländern – und 1.240 Italiener, also fast die Hälfte der Belegschaft.

Der Lohn der Italiener lag allerdings unter dem der meisten anderen. Sie verrichteten aber die schmutzigsten und anstrengendsten Arbeiten. Niemand mochte sie, weil das Patronat ihre Niedriglöhne als Druckmittel benutzte. Sie waren fortwährend Lohnabzügen wegen Fehlverhaltens ausgesetzt. Viele sahen ...

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