Wenn ab März 2020 in Luxemburg der öffentliche Transport kostenlos wird, hat das natürlich auch Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Verkehr mit Bus und Bahn. Jetzt sind die neuen Preise dafür bekannt gegeben worden.

Bisher basierten die Preise im grenzüberschreitenden öffentlichen Transport nach und aus Luxemburg auf Mischkalkulationen: jeweils ein Teil der Einnahmen ging an die Luxemburger Betriebe wie die CFL, der jeweils andere Teil an die ausländische Seite, also etwa die Deutsche Bahn oder die französische SNCF.

Jetzt ist klar, wie sich die Preise entwickeln, wenn Luxemburg für seine Leistung kein Geld mehr verlangt (jedenfalls in der zweiten Klasse). Der Verkéiersverbond (zuständig für die Buslinien) und die CFL (für die Bahn) haben am heutigen Montag (2.12.) die entsprechenden Preise mitgeteilt.

Ein Beispiel: Für eine Zugfahrt aus der Region Trier zu einem beliebigen Ziel in Luxemburg und zurück wurde bisher am besten ein “Luxemburg Spezial”-Ticket gelöst zum Preis von 9,60 Euro. Dieselbe Leistung gibt es in Zukunft für 5 Euro.

Das ist zwar nur noch in etwa die Hälfte – steht aber nicht wirklich in Relation zur Gesamtstrecke: Wer etwa von Kreuz-Konz startet, fährt für die 5 Euro auf deutscher Seite, wo also noch bezahlt werden muss, nur zwei Stationen und insgesamt 5 Kilometer, kann in Luxemburg aber leicht weitere 80 Kilometer hinter sich bringen.

Wer mit dem Bus anreist, findet jetzt eine deutlich vereinfachte Preisstruktur vor: Es gibt prinzipiell nur noch zwei Tarifzonen, wovon die zweite nur auf einer einzigen Strecke gilt, nämlich der Linie 155 nach Dillingen, Saarlouis oder Saarbrücken.

Alle anderen Strecken, egal, ob die Endhalte in Arlon, Longwy, Thionville oder Bitburg liegen, kosten das Gleiche: 3 Euro für eine einfache Fahrt, 5 Euro für das Tagesticket.

Zum verbesserten Fahrplan, den etwa die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer kürzlich bei einem Treffen mit Xavier Bettel erwähnt hat, gibt es trotz Anfrage des Tageblatt bislang keine näheren Informationen, weder von der CFL noch von der Deutschen Bahn – obwohl Dreyer die Verbesserungen für Dezember angekündigt hat.

 

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Eine Übersicht über die Tarife des Verkehrsverbunds kann
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Die Karte zum Streckennetz des Verkehrsverbunds kann
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6 Kommentare

        • D’Stroosse baut de grenge Bausch dach am ganze Land aus, oder gin et keng Chantescher hei ze Letzebuerg

          dat ass a soll keng Alternativ sin, awer den Här Bausch geséit dat jo awer aaneschtes

          a bezoulen musse mir All, den “GRATIS” – ÖT bezoule just MIR a soss keen an zousätzlech den Stroossen-Ausbau
          dat ass d’Realitéit

          wann een dann eng deck Päi all Mount heem gescheckt krit, da mierkt een dat dann och nöt

          esou ass et

          • Herr Maulkuerf, erklären Sie doch bitte mal, was Sie mit “bezoule just MIR” meinen. Zahlen die Grenzgänger etwa keine Lohnsteuer und bleibt diese nicht zu 100% hier im Land?

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