Innenminister Dan Kersch kündigte während seiner Rede zur akademischen Sitzung im Rahmen von 50 Jahren CGFP viele Neuerungen im Staatsdienst an. Er äußerte sich am Donnerstag im Cercle Cité ausführlich zum bereits umgesetzten Gehälterabkommen und dem neuen Zeitsparplan für den öffentlichen Dienst. Letzterer Vorschlag soll wahrscheinlich noch vor Ende des Jahres im Parlament debattiert werden.

Kersch sprach aber auch – zwar indirekt, aber immerhin – die Forderung nach der Abschaffung der 80-80-90-Regelung an. Die CGFP wird zu diesem Thema Ende November eine Protestveranstaltung in Dommeldingen abhalten. Es sei ein Akt von Fairness, so Kersch, dass sich die Kundgebung nicht gegen die Regierung, sondern an sämtliche politischen Parteien richte. Er hatte allerdings schon erklärt, die Regelung, laut der Berufseinsteiger beim Staat die ersten drei Jahre auf 20 bzw. 10 Prozent des Lohnes verzichten müssen, erst bei den nächsten Gehälterverhandlungen (die wohl erst von der kommenden Regierung Ende 2018 geführt werden können) neu zu diskutieren.

Der Innenminister betonte, es müsse eine gesellschaftliche Diskussion über die Verteilung des Lohnes im Laufe eines Arbeitslebens geführt werden. Junge Menschen, die sich eine Existenz aufbauen wollen, bräuchten mehr Geld, würden aber weniger verdienen …

Auch eine Überarbeitung des Staatsexamens, bei dem zu viele Kandidaten durchfielen, kündigte Dan Kersch kurzfristig an. Eine Methode, nach der neue Beamte vom Staat nicht nur zweimal pro Jahr, sondern nach Bedarf eingestellt werden könnten, sei die bessere Alternative.

14 Kommentare

  1. Der MInister weiss dass in einem Jahr Chamberwahlen sind und im Wahlvolk von ungefähr 230.000 Wählern haben wir mit den Familienmitgliedern ungefähr 60.000 Wähler…..die Fonction publique , die muss man also beglücken damit sie richtig wählen….

  2. Ech weess net, ob ween ech méi béis soll sinn : Op den CSV-Minister Biltgen deen den Initiator vun de Lounkierzunge bei de jonke Beamte war, op den LSAP-Minister Kersch deen dat net ännere wëllt, oder ob d’CGFP déi et séngerzäit mat béiden Hänn ënnerschriwwen huet.

  3. Zum Thema 80/80/90: No 34 Joer beim Staat an bei der Gemeng hun ech schon all Zorten Berufsanfänger gesinn. Dei die no 5 Joer nach neischt konnten, an dei die no 6Meint voll asatzfähech sinn. Et get keng allgemein Wourecht, me mat 80/80/90 get jidfereen selwecht bestroft. Des 80/80/90 Tozechkeet as nun emol vun der der CGFP an der FGFC ennerschriwwen gin, dann muss een sech bis op weideres dorunner halen.

  4. Den här innenminister huet ganz recht fier déi staatsexamen (nach) méi liecht ze maachen.Ech hat engem „youngster“ eemol gesoot:
    mä dat do misst du dach awer geléiert hun .
    Seng äntwert:a fierwat dann,dat steet jo alles hei am handy.
    Also , préiwen op d‘examenskandidate richteg mat dë knäppercher emgoen kënnen.
    Iwregens,wann ech “oldy“ emol nees nët méi mam handy zu- recht kommen, froen ech dee jonge mënsch!!!
    Hee wees zwar nët aus dem steegreif ze soën wou d‘sauer an d‘musel leeft, mä um handy ,olala,do kann heen et,besonnesch wat téléspiller ubelangt, esougur mam ausland ophuelen.

  5. An firwaat sollen frontalien dann 1 chance krëien fir beim Staat enner ze kommen ?Firwaat soll L.emmer deenen eng chance gin ,hun Letzebuerger och esou vill avantagen am Ausland???? Mëngen awer wirklech net.

    • Als Lëtzebuerger kann ech och an D, F, NL, B,….oder soss an Europa an den öffentlichen Dingscht schaffen goen. An daat schon seit Joeren. Mais Fro as ob een daat wëll?

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