Am Sonntag (15.00 Uhr) trifft die Luxemburger Nationalmannschaft in ihrem letzten EM-Qualifikationsspiel auf Titelverteidiger Portugal. Das Starensemble um Cristiano Ronaldo trainierte am Samstag in Bissen. Die Fans mussten draussen bleiben und auch bei der Pressekonferenz hatte Trainer Fernando Santos es vermieden, zu viele Geheimnisse preiszugeben.

Von Pascal Gillen

Seit ein UEFA-Beobachter am Mittwoch die Entscheidung getroffen hatte, dass kein Abschlusstraining auf dem Rasen des Stade Josy Barthel ausgetragen werden dürfe, war spekuliert worden, für welche Anlage sich Portugal entscheiden würde. Die Wahl fiel auf Bissen, den ZAC “Klengbousbierg”. Exakt eine Viertelstunde durften die Pressevertreter am Samstag zusehen, danach wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter trainiert.

Mit dem 6:0-Heimsieg am vergangenen Donnerstag gegen die litauische Nationalmannschaft haben die Portugiesen einen großen Schritt Richtung EM gemacht. Die “Seleçao” darf sich in Luxemburg trotzdem keine Fehler erlauben: Für den Europameister geht es am Sonntag gegen Luxemburg nämlich um die Qualifikation für die Finalphase. Ein Sieg gegen die “Roten Löwen” ist Pflicht, damit Serbien nicht am derzeitigen Gruppenzweiten vorbeiziehen kann.

Bei der folgenden Pressekonferenz gaben sich Trainer Fernando Santos und der Mittelfeldspieler Bernardo Silva selbstbewusst. „Wir sind gekommen, um uns zu qualifizieren. Wir wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird, aber wir müssen morgen gewinnen,” erklärte der Coach. Dass die Bedingungen in Luxemburg dabei nicht so einfach sind, ging auch an den Portugiesen nicht vorbei.

Auf die Frage eines portugiesischen Journalisten, ob das Spiel gegen die luxemburgische Nationalmannschaft aufgrund der Platzverhältnisse oder der Witterungsbedingungen am Sonntag der schwierigste Gegner sei, gab es eine klare Antwort. “Das ist keine Frage. Wir haben einige Spieler die es gewöhnt sind, bei solchen Bedingungen zu spielen. Wir müssen mit allen Bedingungen klarkommen. Es darf keine Ausrede sein, dass der Platz nicht gut ist. Aber die luxemburgische Nationalmannschaft ist definitiv der schwierigste Gegner, auf den wir morgen (am Sonntag) treffen.”

“Wir wissen, dass wir die bessere Mannschaft sind”

Santos, der die Portugiesen 2016 zum EM-Titel führte, ist die Entwicklung der Luxemburger nicht entgangen. “Sie haben uns beim Hinspiel schon vor Probleme gestellt. Es ist nicht mehr wie vor einigen Jahren, als wir kleinere Nationen problemlos schlagen konnten. Das Team hat sich gut entwickelt und auch international Erfahrungen gemacht. Sie haben in dieser EM-Qualifikation noch kein Spiel hoch verloren, deswegen sind wir gewarnt. Ich möchte aber betonen, dass wir wissen, dass wir die bessere Mannschaft sind und nur hierhergekommen sind, um uns zu qualifizieren.”  

Spass in Bissen

Von Anspannung war während der Pressekonferenz nicht viel zu spüren. Während der Coach und Bernardo Silva ihre Antworten gaben, versammelten sich einige portugiesischen Nationalspieler auf den Tribünen und spaßten über ihren Mannschaftskollegen. “Wenn wir unsere Arbeit morgen erledigen, bin ich sehr optimistisch, dass wir gewinnen und uns qualifizieren.”

Wie Santos das Spiel taktisch angehen wollte, verriet er den rund 25 Journalisten nicht. “Ich werde eine starke Mannschaft auf den Platz schicken. Wie wir während des Spiels dann agieren, müssen die Spieler entscheiden. Ob sie lange Bälle schlagen oder nicht überlasse ich ihnen. Das müssen sie merken, was das Beste in der Situation ist.”

Die FLF-Auswahl hat sich ihrerseits für Beggen entschieden. Im Stade Henri Dunant findet demnach – ebenfalls ohne Zuschauer – das letzte Abschlusstraining der Kampagne statt.

3 Kommentare

  1. Wie ist es zu erklären, dass der Rasen unseres hauptstädtischen Stadions in so einem desolaten Zustand ist? Für die Portugiesen ist es eh fast ein Heimspiel. Fernando Santos mokierte sich doch über unsere Auswahl. Allzu höflich und rücksichtsvoll kann auch verletzend sein. Ein Abschlusstraining ohne Zuschauer? Was haben die beiden Mannschaften denn zu verbergen? Starallüren auf beiden Seiten!

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