Mit einer 1:2-Niederlage im Rücken tritt die Fola heute zum Rückspiel in Georgien
an. Trotz der Pleite vom vergangenen Donnerstag gehen die Schützlinge von Jeff Strasser optimistisch in die Partie. Schließlich zeigte das erste Aufeinandertreffen, dass der Fola kein überlegener Gegner gegenübersteht.

Aus Tiflis berichtet Pascal Gillen

Als Jeff Strasser die Mannschaft gestern Abend zum Abschlusstraining bat, forderte der Coach keine speziellen taktischen Einheiten. „Auch wenn das Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, sieht der Gegner zu“, sagt Jeff Strasser. Zwei Mal hat sich die Mannschaft nach dem Hinspiel zusammengesetzt, um das Spiel auf Video zu analysieren. Länger als geplant hielt der 44-Jährige die Spieler gestern vor den Bildschirmen, um noch einmal genauer ins Detail gehen zu können. „Wir haben den ganzen Tag Zeit, um mit den Spielern taktische Anweisungen erarbeiten zu können. Einen solchen Aufenthalt nutzen wir aus. Für das Rückspiel haben wir etwas Spezielles erarbeitet, das werde ich aber vorher nicht preisgeben.“ Die Lehren aus dem Hinspiel haben die Escher gezogen.

Die Georgier stellen eine technisch starke Mannschaft, die vor allem Umschaltmomente und Standardsituationen ausnutzt. Immerhin erzielten sie die Tore per Freistoß und Elfmeter. „Wir hatten die Mannschaft gut eingestellt. Es gab nichts Unerwartetes. Wir wussten, dass sie kontern können und dass sie schnell sind. In der Spielaktion waren es schließlich Details, die wir morgen besser machen müssen. Darauf kommt es auf einem solchen Niveau an. Wir müssen cleverer und dreckiger werden.“

Spannend zu erwarten ist, in welcher taktischen Ausrichtung die Heimmannschaft heute auflaufen wird. Schließlich ist auch den Georgiern bewusst, dass die Fola mindestens zwei Tore erzielen muss. „Mit dem Wissen im Hinterkopf kann ich mir vorstellen, dass sie uns das Spiel machen lassen. An bestimmten Momenten könnten sie pressen, um ihr Umschaltspiel forcieren zu können. Wir wissen viel über sie, konzentrieren uns aber vor allem auf unser Spiel.“

“Es gibt keine Ausreden”

Nach den Abgängen der Leistungsträger (Hadji, Kirch, Laterza und Klapp) und den verletzungsbedingten Ausfällen von Stefano Bensi und Rodrigue Dikaba befindet sich das Team in einer Findungsphase. Gegen eine Mannschaft zu spielen, die sich mitten im Ligabetrieb befindet, macht die Sache dadurch nicht einfacher. „Mit Sicherheit ist das schwieriger als gegen eine Mannschaft zu spielen, die sich wie wir noch in der Vorbereitung befindet. Aber das ist keine Ausrede, schließlich gibt es keine Ausreden. Wir sind jetzt auch sechs Tage weiter und sind physisch verbessert.“

Auch wenn die Luxemburger gezwungen sind, zwei Tore zu schießen, um eine realistische Chance auf das Weiterkommen zu haben, gehen sie optimistisch in die Partie. „Nach dem Hinspiel haben wir vor allem Frust und Enttäuschung verspürt. Aber diesen Frust haben wir positiv umwandeln können, weil wir wissen, dass morgen (heute) etwas möglich ist. Wir glauben fest daran. Wir werden eine Mannschaft auf dem Spielfeld sehen, die alles gibt, was in ihr steckt. Wir wissen, was wir besser machen müssen, aber wir wissen vor allem, dass wir das schaffen können“, erklärt Strasser.

Da das Stadion von Tschichura Satschchere nicht den UEFA-Richtlinien entspricht, wird das Spiel in Tiflis, im Boris-Paichadze-Erovnuli-Stadion, ausgetragen.

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