Im Kernkraftwerk Cattenom ist der Reaktor 1 abgeschaltet worden.

In der Nacht zum Samstag ist der Reaktorblock 1 um 1.30 Uhr planmäßig heruntergefahren worden. In dem Reaktor wird ein Drittel der Brennstäbe ausgetauscht. Gleichzeitig erfolgt eine routinemäßige Kontrolle des Reaktors verbunden mit Wartungsarbeiten.

Cattenom verfügt über vier Reaktoren mit einer Leistung von je 1.300 Megawatt. In jedem Reaktor wird regelmäßig ein Drittel der jeweils 193 Brennstäbe ausgetauscht. Die Brennstäbe werden in einem sogenannten „Abklingbecken“ unter Wasser gelagert. Die Gebäude mit den Abklingbecken stehen neben den Reaktoren. Experten und auch die Umweltorganisation Greenpeace beklagen bei diesen Abklingbecken mangelnde Sicherheit, weil die Betonmauern zu dünn seien.

Mangelnde Sicherheit bei der Gesamtanlage der vier Kernkraftwerke wurde im vergangenen Jahr deutlich, als Greenpeace-Aktivisten in das Gelände eindrangen und – ohne gestoppt zu werden – an einer Mauer eines Abkling-Gebäudes ein Feuerwerk veranstalteten. Die Greenpeace-Aktivisten konnten sich acht Minuten zwischen den Reaktoren frei bewegen.

“Sicherheit ist kein Problem”

Anrückende Autos der Gendarmerie fuhren von außen an das Kernkraftwerk heran und standen vor der Umzäunung, wie Filmaufnahmen belegen, die unter anderem vom deutsch-französischen Fernsehsender Arte veröffentlicht wurden.

Der Leiter des Kernkraftwerkes behauptete gegenüber dem Tageblatt, dass sicherheitstechnisch alles planmäßig verlaufen sei. Die Greenpeace-Aktivisten hätten mit ihrem Leben gespielt. Filmaufnahmen zeigen allerdings, dass die vor der Umzäunung stehenden Autos der Gendarmerie mögliche Terroristen im Innern der Anlage nicht hätten beeinflussen können. Sicherheitskräfte, die die Aktivisten, die während ihres achtminütigen Aufenthaltes im Innern der Anlage ein Feuerwerk zündeten, hätten aufhalten können, sind auf den Aufnahmen nämlich nicht zu sehen.

1 Kommentar

  1. Dann sollte man die 3 anderen Reaktoren auch abschalten und den ganzen Kram abwracken….das sollte Herr Bettel dem Herrn Macron bei der nächsten Visite doch einfach mal beibringen…geht doch oder? mit einer guten Geldspritze selbstverständlich….

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