Am Wochenende fand im Düdelinger Stadtteil Budersberg das traditionelle “Butschebuerger Buergfest”, der größte authentische Mittelaltermarkt in der Region, zum 17. Mal statt. Wie in den vergangenen Jahren lockte die diesjährige Auflage wieder Tausende Besucher in die “Forge du Sud”.

Von unserem Korrespondenten Marc Gatti

Das Ganze begann als bescheidener Markt des lokalen Interessenvereines. Doch im Laufe der Jahre hat sich das Düdelinger Mittelalterfest zu einem der bedeutendsten Feste seiner Art in der Großregion entwickelt.

Am Fuße des Johannisberges gaben sich an den beiden Tagen Barden, edle Ritter, holde Mägde und Gaukler ein Stelldichein im charmanten Viertel Budersberg, das sich dem Fest ebenfalls entsprechend gewandet hatte: Die gesamte Marktstraße wurde mit Stroh bedeckt, Wimpel in den Stadtfarben hingen über den Ständen.

Auf über 90 Marktständen boten Händler und Handwerker aus dem In- und Ausland ihre Waren an. Außerdem wurde die Herstellung von Kaffee, Töpferei, Backwaren, Schmuck und vielem mehr vorgeführt. Neben dem Mittelalter-Karussell “Troubadis Drachendreh”, einem Handkurbel-Riesenrad, sorgte die Ziegenschmiede, bei dem der Schmied vom Ziegenhof die Kleinen mit dem Hammer spielen ließ, für viel Freude bei den jüngeren Mittelalterfans.

Die Spielleute und Gaukler traten rund um die Uhr überall auf dem Markt auf. Ob “Die Streuner”, die “Heidweilers”, der “hässliche Hans”, “Conzetta Tedesca” oder “Willy der Zauberer”, allesamt wussten sie bei den über 20.000 Besuchern zu überzeugen. Daneben sorgten ein Ritterturnier auf der Festwiese, Jongleure, ein Nacht-Turnier im Lichte der Fackeln und ein Feuerspektakel für Stimmung beim Volk. Beim kleinen abendlichen Tavernenspektakel mit Musik und Akrobatik floss zum Gesang der Barden reichlich Met.

Am Sonntagmorgen wurde der Tag in der St.-Lukas-Kapelle mit der traditionellen Mittelaltermesse begonnen. Ein Datum für die nächste Auflage steht auch bereits fest: Das 18. “Butschebuerger Buergfest” wird am 7. und 8. September 2019 stattfinden.



3 Fragen an “Marktvogt” Patrick Engel

Welche Bilanz ziehen Sie für die diesjährige Auflage?
Eine sehr positive. Das Wetter war natürlich super. Die Besucherzahl liegt auch definitiv über den 20.000 vom letzten Jahr. Die Händler sind ebenfalls zufrieden.

Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?
Ich denke, die Menschen wissen mittlerweile, was hier geboten wird. Sie schauen sich die Stände an und wie die Handwerker arbeiten. Die Veranstaltung liegt im Trend der Nachhaltigkeit, denn es wird einiges angeboten, was nicht aus Kunststoff oder Ähnlichem besteht. Vor allem ist das Ganze ja auch die Rückkehr in eine romantisierte Zeit.

Gibt es Pläne, um noch größer zu werden?
Wir machen das seit 17 Jahren und eigentlich funktioniert alles bis auf einige Kleinigkeiten, die die Besucher gar nicht mitbekommen. Die Herausforderung, die wir uns jedes Jahr geben, ist, dass wir ein Drittel an neuen Ständen reinbringen und dass die Qualität gleich hoch bleibt. Deswegen wollen wir auch nicht größer werden.



 

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here