Auf Tageblatt-Anfrage bestätigt der Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini („déi gréng“) die Vorfälle in der Montée du Haut-Wangert. Als er am Freitagnachmittag auf dem Weg ins Rathaus war, um eine „Mise en Demeure“ an den Bauträger, die „House Project sarl“, zu unterschreiben, sah es aus, als sei ihm der Kragen geplatzt.

Baustopp und Stabilisierung als Auflage

Auf das Bauprojekt in der Straße angesprochen, sagt er: „Das ist niemandem mehr zumutbar. Das Spiel muss aufhören.“ In dem Brief wird „House Project“ dazu aufgefordert, die Grube aufzufüllen und zu stabilisieren. „Wenn sie das nicht machen, macht das die Gemeinde und die Baufirma bekommt die Rechnung.“ Laut Traversini beträgt die Frist dafür 48 Stunden.

Er bestätigt auch die Umsiedelung der Familie in Haus Nummer 41. „Wir hatten mehrere Experten dort“, sagt Traversini, „der Bauherr hält sich einfach nicht an die Vorgaben.“ Es bestand die Gefahr, dass das Haus abrutschen könnte. „Jetzt soll es stabil sein“, sagt der Bürgermeister. Die vierköpfige Familie, die dort bis Montag, den 10. Juli gewohnt hat, lebt trotzdem derweil in einem Hotel. Ihre Terrasse endet an einem metertiefen Abgrund. Die Gemeinde streckt die Kosten für die Logis vor. „Das bekommt House Project aber in Rechnung gestellt“, sagt Traversini.

Oft habe er so etwas noch nicht machen müssen, sagt er. „Aber hier war es 5 vor 12.“ Ob die Familie, deren Garten abgestürzt ist, Aussicht auf Schadensersatz hat, vermag er nicht zu sagen – zumal die Betroffenen das selbst anmelden müssen. Maryse Gaertner schätzt, dass das ein Verfahren wird, für das 15.000 Euro anfallen werden. Geld, das die Familie nicht hat – den monatelangen Ärger noch nicht berücksichtigt. „Ich stehe als Bürgermeister zu 300 Prozent hinter den betroffenen Familien“, so Traversini.

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Bauskandal in Differdingen

4 Kommentare

  1. Et ginn Bau-Firmaen hei am Land denen geet et just drëms vir esou schnell wei méiglech den Maximum vun Geld ze man op Käschten vun der Qualiteit an der Sëcherheet. Esou Firma’en missten bei esou Firfaell direkt all Autorisatioun ewech geholl kreien, eng Garantie décénale ass an denen Faell jo och komplett sënnlos well déi Firmaen am Fong just eng Iwerliewensdauer vun 1-2 Joer hun wou se soss neischt wei Mëscht machen. Den Mëttelstandsministär an d’Berufschamberen mussen hei ganz krass duerchgreifen ! Den Buegerméschter muss mat sengen techneschen Servicer nach vill mei sec duerchgreifen!

  2. Waat heescht hei ech stin zu 300 Prozent hannert de Familien? Mais et werd wéih emmer sin ,Familien gin mat hiren Problemer elëng geloos a sollen kucken dass se eens gin.
    Hei werd et dann jo erem esou goen ,da machen mer Faillite an durno fänken mer alt erem ennert engem aneren Numm un.Sou einfach geed dat hei zu Letzeburg.
    Kann een de Leid nemmen en langen Otem wönschen,well déi Geschichten hei daat dauert jo emmer eng Ewegkeet

  3. solch eine geschichte kann einen unverschuldet ruinieren. solche SARLs gibt es zu dutzenden und werden gewähren gelassen. kann mir nicht vorstellen dass diese “firma” zum ersten mal unangenehm auffällt.

  4. Le bourgmestre doit prendre ses responsabilités, en délivrant des autorisations à bâtir sans préoccupation si le promoteur ou l’entreprise qui construit a l’intention de faire des fondations spéciales avec pieux forés et tubés, remplis avec du béton, et ce qui est le plus important pour ceux qui habitent à côté. Le promoteur, pour avoir une autorisation à bâtir présente seulement les plans de la maison fini, or ils n’est obligé de présenté les plans statiques pour ce projet qui et une grave erreur.
    Le bourgmestre devrait en faire son devoir prioritaire pour protéger nos citoyens de Differdange, vu que maintenant ils a classé 800 maison à Differdange en protection, il devrait alors prendre des dispositions de sa part pour protéger ces maison en demandant des plans statiques pour les protéger en cas de bâtisse de côté, au lieu de laisser ces gens dans la merde.

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