Der Stromausfall in Esch vom Mittwoch (10.7.) ist lange behoben, doch die Ursachenforschung geht weiter. Bürgermeister Georges Mischo hat dem Tageblatt erklärt, wie es zum Blackout kam.

Von Raphael Lemaire

Laut Mischo war der Auslöser der Strompanne eine herausgesprungene Zelle in einer Schaltanlage in der Escher rue de l’Usine. Dies führte dann zu einer Kettenreaktion, wodurch in großen Teilen des Stadtkerns der Strom ausfiel. Allerdings ist die Fehlersuche noch nicht abgeschlossen. Vor allem die nachgelagerten Zwischenfälle sorgen für Stirnrunzeln bei den zuständigen Behörden.

Das ergab sich bei einem Treffen am Donnerstag (11.7.) zwischen dem Escher Bürgermeister und Vertretern der Stadtwerke. Mischo legte laut eigener Aussage Wert darauf, aufgrund fehlender technischer Sachkenntnis von den zuständigen Experten genauestens in Kenntnis gesetzt zu werden.

Der Bürgermeister gab weiterhin an, dass niemand verletzt wurde und dass es auch zu keinerlei Rauchvergiftungen gekommen ist. Es seien im Laufe des Brandes am Boulevard Prince Henri einige Personen präventiv im Sanitätswagen auf mögliche Rauchvergiftungen untersucht worden wären, jedoch ohne Befund.

Mischo unterstrich die Tatsache, dass es sich trotz geringer materieller Schäden um eine große Panne handelte. Die Mitarbeiter des Stromwerkes wiesen außerdem darauf hin, dass solche Vorfälle äußerst selten seien – es handele sich um ein Unglück, für das niemand konkret verantwortlich gemacht werden könne.

Mehr Kontrollen

Beim Briefing wurde außerdem in gemeinsamem Einvernehmen festgelegt, dass die regelmäßigen Kontrollen an den Schaltanlagen noch verstärkt werden sollten, um weiteren Zwischenfällen vorzubeugen. Mischo zufolge lag es auch nicht an dem Material des Stromwerkes, da im Nachhinein betrachtet paradoxerweise die neuesten Anlagen die meisten Probleme bereitet haben.

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