“Alles op de Vëlo” hieß es am Sonntag wieder zwischen Mersch, Kopstal und Mamer. Zum 22. Mal organisierten der Mouvement Ecologique und seine Regionale “Miersch an Ëmgéigend” gemeinsam mit der “Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ” diesen Fahrradtag. Viele Radfahrer folgten dann auch den Ruf und ließen es sich nicht nehmen, die 18 Kilometer einmal im Jahr “autofrei” genießen zu können.

Das Motto der Veranstaltung konnte man dabei getrost wörtlich nehmen. Von pfeilschnellen Carbon-Renner über Oma’s Rad, bis hin zu immer beliebter werdende Pedelecs war am Sonntag die ganze Bandbreite der verschiedensten Fahrradtypen gespannt. Auch alle Altersgruppen von den Jüngsten bis hin zu den Senioren waren gekommen. Mehr oder weniger sportlich, das war auch eigentlich egal. Hauptsache man war mit dem Fahrrad unterwegs.

Neben den vielen Rennräder fielen besonders die hohe Zahl der Elektroräder einem ins Auge. Daran sah man, dass sich immer mehr Leute den Umstieg auf Fahrrad mittels Zusatzkraft eines E-Motor sich ermöglichen. Aber auch andere Exoten wie Liegeräder waren vertreten. Wahrlich in Luxemburg fehlt es somit nicht an Fahrräder.

Von 600 auf 900 Kilometer

Fragt man jedoch stichprobenartig die Besucher der Veranstaltung, ob sie auch im Alltag öfters mal auf das Fahrrad umsteigen, bot sich ein wenig anderes Bild. Die meisten der gefragten Rennradfahrer haben kein größeres Problem mit Abstrichen damit, gemeinsam mit Autos sich die Fahrbahn zu teilen. Jedoch die übrigen Radler in ihrer Freizeit, Besorgungen oder auf den Weg zur Arbeit nutzen hauptsächlich ihren Drahtesel wenn eine geeignete Infrastruktur wie Fahrradwege zur Verfügung steht.

Aktuell besteht das Radwgenetz Luxemburg aus 600 Kilometer. Die Regierung hat angekündigt es in den kommenden Jahren auf 900 Kilometer weiter auszubauen und vor allem dabei Lücken zu schließen.

Mitte der 1990er Jahre wurde der einmal im Jahr stattfindende autofreie Sonntag zwischen Mersch und Mamer ins Leben gerufen. Das malerische Mamertal zwischen diesen beiden Ortschaften ist bekannt dafür, dass dort auf der Strecke gerast wird. Nach der Eröffnung der A7 sowie die Installation eines Blitzautomaten hat sich die Lage ein wenig verbessert.

Dennoch gilt die Strecke bei Radfahrer weiterhin als gefährlich. Besonders bemängelt wird neben der Geschwindigkeit der zur geringe Abstand der Autofahrer beim Überholen von Radfahrer.

Olivier Halmes

2 Kommentare

  1. Uunterwegs sah ich Kinder auf dem Elektrorad, da habe ich trotzdem Bedenken. Wohlverstanden Kinder von ca. 10-13 Jahren, ohne körperliche Behinderung. Muss nicht sein!

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