Der Vorfall mit einem Auto im Londoner Stadtviertel Kensington hat nach Angaben der Polizei keinen terroristischen Hintergrund. Es handele sich um einen Verkehrsunfall, teilte die Polizei am Samstagabend über Twitter mit. Am Nachmittag hatte ein Autofahrer vor dem Natural History Museum mit seinem Wagen mehrere Fußgänger angefahren und verletzt. Elf Menschen wurden ärztlich behandelt, neun von ihnen ins Krankenhaus gebracht, wie der Londoner Rettungsdienst mitteilte.

Die Betroffenen hätten vor allem Bein- und Kopfverletzungen erlitten, hieß es weiter. Lebensbedrohlich seien die Verletzungen nach ersten Erkenntnissen nicht. Der Fahrer war kurz nach dem Unfall festgenommen worden. Zahlreiche Menschen liefen laut Augenzeugen panisch weg. Auch die anliegenden weltbekannten Museen an der bei Touristen beliebten Exhibition Road ergriffen Sicherheitsmaßnahmen.

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Museen wurden geschlossen

Polizisten und Rettungskräfte waren im Einsatz. Der Vorfall hatte sich am Samstagnachmittag gegen 15.21 Uhr MESZ in der Exhibition Road ereignet, wo weltbekannte Museen liegen – etwa das Victoria and Albert Museum, ein wichtiger Anlaufpunkt von Touristen. Nach Informationen der britischen BBC sind die Betroffenen des Vorfalls in London ersten Erkenntnissen zufolge nur leicht verletzt worden. Das habe eine BBC-Reporterin von der Polizei vor Ort erfahren.

Nach dem Vorfall sind in London nach Informationen der BBC drei große Museen evakuiert worden. Dabei handle es sich um das Natural History Museum, das Science Museum und das Victoria and Albert Museum an der Exhibition Road. Die Gegend ist bei Touristen sehr beliebt.

Der Vorfall weckte bei vielen Menschen in London böse Erinnerungen: Großbritannien ist in diesem Jahr bereits fünf Mal Ziel eines Terroranschlags geworden. Mitte September explodierte in einer Londoner U-Bahn eine selbstgebaute Bombe. Rund 30 Menschen wurden verletzt. Ein Mann starb bei einem Angriff auf Moscheebesucher Ende Juni in der britischen Hauptstadt. Acht Menschen kamen Anfang Juni bei einem Angriff auf das Londoner Ausgehviertel Borough Market und die London-Bridge ums Leben.

Bei einem Bombenattentat auf die Besucher eines Konzerts in Manchester im Mai starben 22 Menschen. Im März war ein Attentäter auf der Londoner Westminster-Brücke mit einem Auto gezielt in Fußgänger gerast, bevor er einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments niederstach. Fünf Menschen starben.

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