Der FNCTTFEL-Landesverband beschloss am Abend während eines sog. Arbeitskongresses, zu dem keine Presse zugelassen war, nach intensiven Diskussionen, dass die Gewerkschaft künftig als OGBL-Syndikat, mit allerdings weiterhin großer Autonomie, funktionieren wird.

Um 17 Uhr trafen sich die Delegierten im Bonneweger Casino syndical zu der wichtigen Versammlung, in deren Mittelpunkt ein Vorschlag des Vorstandes der Gewerkschaft stand. Vor zwei Jahren hatte ein Kongressbeschluss die Verbandsleitung aufgefordert, Gespräche mit dem OGBL über eine engere Zusammenarbeit „bis hin zu einer Fusion“ zu führen. Das Ergebnis dieser Gespräche, ein Zusammenschluss – der allerdings der Traditionsgewerkschaft der Eisenbahner eine Sonderstellung unter den Syndikaten der größten Gewerkschaft des Privatsektors garantieren sollte (etwa wie das Syndikat Erziehung und Wissenschaft sie hat) – wurde am Abend mit 76 Ja- und 19 Nein-Stimmen angenommen.

Präsident Georges Merenz wird diese Funktion an der Spitze der 1909 gegründeten Gewerkschaft behalten, wie er auf Nachfrage bestätigte. Details zu der engen Zusammenarbeit beider Gewerkschaften wird es am heutigen Dienstag in einer Pressekonferenz geben. Der OGBL-Kongress, der am Wochenende stattfindet, muss die Entscheidung noch annehmen.

2 Kommentare

  1. Als ich als junger Anfänger an einem Begräbnis eines verstorbenen Kollegen teilnahm und damals noch keiner Gewerkschaft angehörte,sah ich links die Angehörigen der FNCTTFEL stehen und rechts die der Syprolux. Fand ich damals schon befremdlich,war ich doch als Eisenbahner hier. Und ich dachte,dass eine große Gewerkschaft stäker sein müsste als zwei kleine die sich intern auch noch bekriegen. Ich bin dann aus der Kirche ausgetreten und ging zur FNCTTFEL.

  2. Es wird und kann keine Einigkeit zwischen den Gewerkschaften geben, wenn zwischen Privatsektor und staatlichen oder parastaatlichen Sektor, die Löhne für gleichwertige Tätigkeiten, bei letzterer Gruppe mindestens das Doppelte sind von denen aus dem Privatsektor sind. Kommt nun nicht mit den schweren Examen und anderem wirren Zeug, und predigt nicht wieder das Märchen vom Neid, sondern trimmt euern verkümmerten Gerechtigkeitssinn. Schon die Römer sagten “TEILE UND HERRSCHE”. 1970 hatten die Arbeiter die 47Stundenwoche und die Privatbeamten und Staatsdiener bereits die 40 Stundenwoche. Was war das Weltuntergangsstimmung als dann endlich über Jahre verteilt, auch die Arbeiter diese erhielten. Als Weltuntergangsprediger war der ultrakonservative Georges Margue gewesen.

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here