Der Deal, der nun zwischen der EU und Großbritannien gefunden wurde, sei der bestmögliche, findet Außenminister Jean Asselborn. Er wird dem Parlament in Luxemburg am Dienstag Rede und Antwort stehen. 

“Der Deal, der jetzt auf dem Tisch liegt, ist der bestmögliche”, meinte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn (LSAP) am Montagmorgen vor einer Ratssitzung über den Brexit in Brüssel. Es gebe keinen besseren Deal “für diesen verrückten Brexit”. Der Diskurs der britischen Regierung habe sich mittlerweile geändert. Habe es früher noch geheißen “No deal is better than a bad deal”, so sei sie mittlerweile der Überzeugung, dass irgendein Deal besser als keiner ist.

“Wir kommen jetzt in die spitze Phase”, sagte Asselborn gegenüber Journalisten. “Wir müssen die in Großbritannien ermutigen, die wollen, dass wir zu einem guten Resultat kommen.” Er lobte die britische Premierministerin Theresa May für ihre klare Linie. “Ich glaube, dass sie ihre Partei und sogar vielleicht Politiker anderer Parteien von dem Deal überzeugen kann”, sagte Asselborn.

Asselborn tritt vor die Abgeordneten

May steht in Großbritannien politisch unter Beschuss. Nachdem verkündet wurde, dass ein Deal mit der EU gefunden wurde, ist ein Teil ihrer Regierung aus Protest zurückgetreten, darunter Brexit-Minister Dominic Raab. Als sie am vergangenen Mittwoch im Parlament antrat, um den Deal zu verteidigen, wurde sie von Politikern aller Parteien attackiert. Die Brexit-Gegner wollen den Austritt verhindern, während der Deal den Brexit-Befürwortern nicht weit genug geht. Nun muss May genug Abgeordnete überzeugen, Anfang Dezember für das Abkommen zu stimmen.

Die EU und Großbritannien haben vereinbart, dass der Austritt wie vorgesehen am 29. März 2019 stattfindet. Großbritannien soll in einer ersten Phase allerdings Mitglied des EU-Binnenmarktes und der Zollunion bleiben. Das Land wird aber kein Mitspracherecht mehr in den EU-Gremien haben. Ende 2020 soll Großbritannien dann definitiv die EU verlassen.

Nach May wird auch Asselborn den Deal verteidigen müssen. Er tritt am Dienstagmorgen um 9 Uhr in einer öffentlichen Anhörung vor die luxemburgischen Abgeordneten, um alle möglichen Fragen zu beantworten.

 

12 Kommentare

  1. Spillt dach emol mat den Kaarten um Dësch, Dir Hären Politiker . Et wor kloer gesoot, e Land kéint zu jidder Zait séch aus der eu zeréckzéihen. Wat eng Liggen! Eemol dran, fir ëmmer gefaang an gehaang! Di bréissler eu brauch keng Biirger, si wëll just Sklaven.

      • @Trimi: Ganz richtig! Et gëtt vill Lait am Land di et bis haut nëtt verdaut hun duerch onsen deemolegen Premier JCJ mat Liggen, Drock an Chantage an eng Unioun eran gelackelt ze sin (lies: gedrängt) . “Et kéint een jo nach ëmmer aistrieden!” Eng waider Liggen! Dee beschten Bewais ass dee Brexit. Dee ganzen Zirkus mécht an kengem Fall daer bréisseler Clique Èier. Ons Hären Politiker hun nach als eenzeg Aufgab all “Recommandatiounen” aus Bréissel oofzeseenen an an Lëtzebuerger Gesetzgebung ëmzesetzen! Jo, an Amen.

  2. Wenn das Referendum wiederholt würde, wäre die ganze Diskussion am Ende. Die betrogene Jugend würde ihre Chance wahrnehmen und sich von den konservativen Ewiggestrigen absetzen. Davon abgesehen,dass the great Brits immer Extrawürste gebraten bekamen.Ein Glück,dass sie uns das Fahren auf der falschen Straßenseite nicht aufgezwungen haben.

    • Quasi nach gewohnter EU Manier: wenn eine Abstimmung nicht passt, wird sie eben so lange wiederholt bis sie politisch korrekt ist. Zudem, mit welchem Recht würde. dann eine weitere Abstimmung nach der erneuten Abstimmung verweigert?

      • Nicht bis sie politisch korrekt ist, sondern bis sie politisch vernünftig ist. Der Brexit ist ein brilliantes Beispiel dafür warum man Populisten niemals folgen sollte. Die Zustimmung wurde durch reaktionäre Mitglieder der Oberschicht unter Zuhilfenahme der bildungsfernen Unterschicht zulasten aller außer der Oberschicht gedeichselt. Wer die Lügen von x Millionen wöchentlich fürs nationale Gesundheissystem glaubt, ist selber schuld. Wenn in GB die Umverteilung nicht funktioniert, dann hat daran nicht die EU Schuld sondern der britische Wähler bzw. das Wahlsystem. Dieses lässt es zu, dass postfeudale Landbezirke mehr Stimmgewicht haben als bevölkerungsreiche urbane Gegenden. Die Tories schieben der EU die schuld für ihr nationales Versagen zu.

  3. Moijen Här Wildschutz! 8 Kommentare? Wann Dir richtig zielt, fehlen der 2! Méng!
    Heescht daat am KLortext dass deen deen d’Kand mam Numm nennt, nëtt mi daerf ze Wuert kommen? Oder nennt een dat Zensur? Vlaicht esuguer Manilupulation vum Biirger senger Meenung di nëtt onbedéngt mat den Direktiven vun Bréissel oder vun aerer Zaitungen iwwereneen stëmmt? mbG

    • Ech ka keng Kommentarer vun äerch am System fannen zu dësem Artikel. Och net an de geläschten. Ech gesi jhust déi zwee, déi hei op der Säit stinn. Et kann hächstens sinn, dass se duerch en technesche Feeler verschwonne sinn. Wann dat sollt de Fall sinn, dann entschëllege mer eis dofir.

      Bescht Gréiss,

      Nico Wildschutz

      • Här Wildschutz, Dir sidd deen éischten deen e geläschtenen Kommentar neess op seng Plaatz setzt! Eng offen, éierlech an nëtzlech Diskussioun iwwert e schwéier kontroverséierten Sujet kann nëmmen stattfannen wann béid Saiten, pro an contra, kënnen zu Wuert kommen. Deen haien Sujet ass wichtig genug fir dass en offen an korrekt behandelt gëtt . Ech soen Iech Merci! Mat beschten Gréiss

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