Der Stahlriese ArcelorMittal wird im Zuge einer Restrukturierung 260 Stellen auf Belval und in Differdingen abbauen. Damit will der Konzern wieder konkurrenzfähiger werden. 

ArcelorMittal wird in den nächsten drei Jahren 260 Stellen auf Belval und in Differdingen abbauen. Der Stahlriese hat beschlossen, sich neu zu strukturieren, um auf dem internationalen Markt konkurrenzfähiger zu sein. Wie Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) gegenüber dem Tageblatt erklärt, geht das Unternehmen davon aus, dass niemand entlassen wird. Die Stellen sollen auf natürliche Weise und durch Frührenten abgebaut werden.

Das Stahlunternehmen kämpft schon länger mit Schwierigkeiten. Ende Mai hatte es in einer Mitteilung angekündigt, dass die Produktion in ganz Europa zurückgefahren werden soll. “Das war eine schwierige Entscheidung”, wird Geert Van Poelvoorde, Verantwortlicher für ArcelorMittal Europa, in dem Schreiben zitiert. Angesichts des schwächelnden Marktes sei es aber der einzige Weg.

In Luxemburg will ArcelorMittal nun in andere Bereiche investieren, unter anderem in den kommerziellen Bereich und in die Digitalisierung. Kersch bedauert die Entscheidung des Unternehmens, meint aber, dass sie Chancen bieten könnte, um im internationalen Konkurrenzkampf zu bestehen. 4.000 Menschen arbeiten in Luxemburg in der Stahlindustrie, davon zwei Drittel in der Produktion.

 

7 Kommentare

  1. Now this is not the end. It is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning, sagte mal Winston Churchill, d.h. der Anfang vom dicken Ende das noch kommt: Abbau und Verschwinden aus Luxemburg unserer einst so stolzen Stahlindustrie, und damit auch der Arbeitsplätze!

    • Dann sollen wir doch wenigstens den Tankttourismus erhalten und das Steuerparadies pflegen. Nach uns schaut keiner, alle sind Egoisten, wir müssen doch auch überleben. Hört doch nicht auf die aus Brüssel, die Anderen machen es auch nicht wenn es die was kostet, und hört schon gar nicht auf diese Grünen Madonnas die genug Geld von Haus aus haben um zu überleben. Müssen wir denn immer heiliger als der Papst daher kommen? Ja gut, tun wir auch nicht, oder die Wenigsten 😏

  2. Daat um Enn Zo’umaachen vun eiser Stohlindustrie, ass daat net am Plang vun eiser Gambia an speziell den Grengen.
    Wann dei’ Produktio’un stoppt, dann hun mer um Papeier rem eng verbessert Oeko sprech CO2 Bilanz.
    Dann kennen sech di Greng rem selwer bewei’raeuchereren an ob d’Scheller klappen !

  3. Über 30000 in der Stahlindustrie beschäftigt Anfang der 70-ger. 1974 ging es stetig bergab, hatte aber nichts mit den Grünen zu tun. Am schlimmsten fand ich, dass der Joseph alles an den Inder verhökerte, der hatte nun gar keine Bezug zum Land. Mir kommen heute noch die Tränen.

  4. Danach werden die Industriebrachen zum Wohnungsbau verkauft und finanzieren nachträglich den ARBED-Kauf. Die Sanierungskosten werden der Allgemeinheit, also uns allen, aufgedrückt. Alles schon mehrmals erlebt. DANKE!

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