Es ist nicht zu übersehen. Ein Plakat wirbt mit “bientot en construction” und dem exklusiven Verkauf von Appartements, Büros und Geschäftsflächen. Eine Vorabreservierung ist möglich, sobald die Escher Ruine an zentraler Stelle wieder bewohnbar ist.

Auf Anfrage des Tageblatts bestätigt die Firma Calteux, eine Immobilienfirma, mit Sitz in der Hauptstadt, den Auftrag dafür erhalten zu haben. “Der Verkauf soll nächstes Jahr beginnen”, heißt es bei Calteux.

“Das Projekt kommt und das Plakat soll die Leute darauf aufmerksam machen”, heißt es von Calteux weiter. Es geht darum, Interesse auszuloten. Die zukünftige Anmutung des Gebäudes steht ebenfalls noch nicht fest, auch wenn auf dem Plakat eine abgebildet ist. “Exakte Pläne haben wir nicht”, bestätigt Calteux.

Investmentfond ist “Promoteur”

Der auftraggebende “Promoteur” ist Greenfinch Capital Sa. Dahinter steht der “Greenfinch Global Investment Fund”, der als “Real Estate Investor und Asset Manager” in bestehende Immobilien aber auch auf die Entwicklung von Immobilienprojekten spezialisiert ist.

Der Fokus liegt auf Luxemburg und Deutschland, wie aus der entsprechenden Internetseite hervorgeht. Dort taucht in einer Slide-Show übrigens auch die Anmutung auf, wie Scholeschs Eck einmal aussehen könnte, auf. 300 Millionen Euro betrug das Fondkapital zum 1. Quartal 2017, auch das geht aus der Internetseite hervor.

Immer wieder Spekulationen

Um das zentral in der Alzettestraße gelegene Gebäude gab es immer wieder Spekulationen, wie es denn nun weitergeht. Seit einem Brand im Jahr 2011 steht es leer. Inhaber Brevaast hatte zunächst noch Umbaupläne, verkaufte aber 2015 an eine Interessensgemeinschaft aus der französischen Gruppe “Wajsbrot”, sowie der Luxemburger Firma Akdime.

Auch sie hatten Umbau- bzw. Neubaupläne. Im Oktober 2016 erteilte die Gemeinde Esch eine Abrissgenehmigung für das Gebäude, passiert ist bisher nichts. Bis jetzt. Bautenschöffe Martin Kox (Dei Greng) wollte die aktuellen Entwicklungen bzw. das, was für die Bevölkerung  an dem Gebäude sichtbar ist, nämlich das Plakat und seine Aussagen,  gestern nicht kommentieren. Nur so viel: Pläne gäbe es schon länger, aber geprüft habe er das noch nicht. Die Koalitionsgespräche haben Vorrang.

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