In seiner Sitzung vom 15. Juli beschloss der Hesperinger Gemeinderat die Sanierung der alten Feuerwehrkaserne. Nach dem Umzug der Feuerwehr in ein neues Gebäude standen Teile des alten leer. Unter anderem sind ein Lift, eine neue Fassade und eine Fotovoltaikanlage geplant.

Um die 70 Jahre hat das alte Gebäude in der Bettemburger Straße schon auf dem Buckel, auch der „moderne“ Anbau stehe bereits seit fast 40 Jahren, erklärte Franck Siebenbour, der Leiter des „Service des régies“ der Gemeinde Hesperingen, dem Tageblatt.
Nachdem die Feuerwehr schon seit geraumer Zeit in ihr neues Haus umgezogen war, standen das Untergeschoss und die Garagen des Gebäudes in der Bettemburger Straße leer.

Die nun beschlossene Sanierung des alten Gebäudes ist eine indirekte Folge vom Umzug der Feuerwehr. Im Zuge der Professionalisierung der Rettungsdienste erhielt die Feuerwehr bereits ein neues Gebäude, das sich in der allée de la Jeunesse sacrifiée 1940-1945 befindet. Der Verlegung der Feuerwehr erfolgte aber auch aus Sicherheitsgründen. Herumlaufende Kinder aus der nahe gelegenen Schule könnten im Ernstfall gefährdet sein.
Da das alte Gebäude nun fast (die örtliche „Harmonie“ benutzt die oberste Etage) leer steht, nutzt die Gemeinde die Gelegenheit für eine grundlegende Sanierung. „Vor allem soll das Gebäude rollstuhlgerecht werden“, erklärte Franck Siebenbour, der verantwortliche Koordinator für den Umbau. Das bringt mit sich, dass ein Lift eingebaut werden wird. Dank dessen müssen auch die Musiker fortan nicht mehr ihre schweren Instrumente die Treppen hochschleppen.

Musikverein muss kurzzeitig raus

Der Musikverein wird die Räumlichkeiten für einige Monate – voraussichtlich von Januar bis Februar – aufgeben müssen, aber nicht nur wegen des Lifteinbaus. Es werden zudem neue Fenster installiert und das Dach wird renoviert. Bei der Gelegenheit will die Gemeinde mit einer neue Fassade und einer Fotovoltaikanlage auch die Energieeffizienz des Gebäudes verbessern.

Das alte „Sprëtzenhaus“ platzte vor dem Umzug der Rettungsdienste aus allen Nähten: Nicht nur dass die Feuerwehr sich das Haus mit der „Harmonie“ teilen musste – für alle Feuerwehrfahrzeuge war schon lange nicht ausreichend Platz dort, so dass diese in der ganzen Gemeinde verstreut geparkt werden müssen.

Standen im alten Gebäude lediglich drei Garagen zur Verfügung, sind es im neuen Feuerwehrgebäude deren neun. Aus den zuvor drei Stellplätzen werden zwei sowie ein Abstellraum für Müllcontainer. Der ehemalige Instruktionsraum im Erdgeschoss wird nun auf zwei Büros und einen Aufenthaltsraum aufgeteilt. Eigentlich besteht die alte Kaserne aus zwei Gebäuden, deren Etagen sich aber auf zwei unterschiedlichen Ebenen befinden. Durch die Sanierung werde das etwas ausgeglichen.
Der Kostenvoranschlag für das Projekt beläuft sich auf 1,98 Millionen Euro. Die Bauzeit werde voraussichtlich 14-15 Monate betragen.

2 Kommentare

  1. Solange war die Feuerwehr in dem Gebäude! Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, viel auf, daß nebenan seit Jahrzehnten eine Schule stand. Und herumlaufende Kinder auf einmal ein Problem darstellten. Die Schule war vor der Feuerwehr an diesem Platz. Gemerkt, gemerkt hat das keiner. 👁👁. 😇. 👍

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