Am 8. August dreht sich für Katzenliebhaber alles um die niedlichen Fellnasen mit Kratz-Potenzial. Ob arrogante Diva oder gemütlicher Schmusetiger, scheues Schreckgespenst oder neugieriger Indiana Jones, Katzen haben ihre menschlichen Sklaven fest im Griff und sind aus dem Leben vieler nicht mehr wegzudenken. Zum internationalen Katzentag haben wir die neun interessanten Fakten über die Samtpfoten gesammelt.

1. Fellnasen mit Starcharakter

Wer so elegant durch das Leben stolziert wie eine Katze, muss sich nicht wundern, wenn Hollywood an der Tür klopft. Von Animations- und Kinderfilmen über Komödien bis zu Horror- und Drama-Produktionen, Katzen machen auf der Leinwand eine gute Figur.

Gezeichnet jazzen sie sich in „Artistocats“ in die Herzen der Kinder (und Erwachsenen), planen im Film „Wie Hund und Katz“ die Weltherrschaft oder versuchen mit Kulleraugen, einem Degen und spanischen Akzent die Ladies in „Shrek 2“ und „Der gestiefelte Kater“ zu verführen. In „Bob, der Streuner“ verändert eine Fellnase den Alltags des Ex-Junkies James, während der sprechende Kater aus dem Hut („Ein Kater macht Theater“) das Leben von zwei Kindern, Sally und Conrad, völlig auf den Kopf stellt.

Couchpotatoes werden sich gerne ein Beispiel am Titelheld des Films „Garfield“ nehmen, der mit wenig Charm, aber viel Gewicht Herrscher über Kühlschrank und Fernbedienung ist. Sehr viel weniger kuschelig ist dagegen die Katze aus „Friedhof der Kuscheltiere“. Der wiederauferstandene Kater wird der Familie Creed zum Verhängnis und jagt ihr sowie den Zuschauern so manchen Schrecken ein.

2. Memes und feline Influencer: Katzen als Internet-Sensation

Wer kennt sie nicht, die Katzenvideos, die im Internet kursieren? Viele User sind echte Katzenfans und veröffentlichen die Abenteuer ihrer flauschigen Begleiter auf YouTube und Co. Choupette, die Katze des Modeschöpfers Karl Lagerfeld, besitzt sogar einen eigenen Instagram-Account.

Der wohl größte Internetstar mit Fell ist Grumpy Cat, eine Katze, die mit ihrem mürrischen Gesichtsausdruck zum Phänomen wurde. Der kleine Stubentiger, der eigentlich Tardar Sauce hieß, gehörte einer Amerikanerin und hat bis zu seinem Tod im Mai 2019 Millionen von Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Ebenfalls Teil der Internetkultur ist Nyan Cat. Die fliegende Katze mit dem Kirsch-Pop-Tart-Körper hinterlässt einen Regenbogen hinter sich.

Das Internet trauerte mit: Grumpy Cat ist im Mai 2019 gestorben

3. Oden an die Stubentiger

Spiel‘ mir das Lied von der Katz: Die Samtpfoten haben Musikern schon immer als Inspiration gedient. Das bekannteste Beispiel ist wohl das Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber. The Cure huldigten den Vierbeinern unter anderem mit „The Love Cats“, während Disco-Queen Donna Summer „Cats Without Claws“ besang. Weitere Beispiele? „Nashville Cats“ von The Lovin’ Spoonful, „Alley Cat” von Volta Bureou und “Stray Cat Strut” von Stray Cats sind allesamt musikalische Hommagen an die Samtpfoten. Übrigens: Der Electro-Produzent deadmau5 hat gleich mehrere adoptiert und drückt seine Liebe zu den Tieren in Songtiteln wie „Cat Thruster“ und „Have You Seen My Cat?“ aus.

4. Kuriose Katzenarten

Die Große:

Die Savannah-Katze gilt als die bisher größte bekannte Hauskatzenart. Dies kommt nicht von ungefähr: Sie entstand nämlich aus der Kreuzung eines Servals, einer afrikanischen Wildkatze, mit einer Hauskatze. Teuer ist der sanfte Riese auch: Bis zu 15.000 Euro müssen Fans für ein Exemplar auf den Tisch legen. Die Savannah-Katze kann eine Schulterhöhe von 45 cm erreichen und wiegt im Durchschnitt 11 kg.

Star ohne Haar: die Sphynx-Katze

Klein und kompakt:

Dagegen bringt es Singapurs Nationalkatze, die Singapura, auf maximal 20 cm Schulterhöhe und durchschnittlich 2,5 kg. Das Fell des exotischen Fliegengewichts ist fein und wegen sehr ungewöhnlichen Farbmusterung heiß begehrt. Ebenfalls klein, aber wie die Sphynx (siehe unten) mit besonders langen Ohren ausgestattet ist die Cornish-Rex-Katze.

Die Mysteriöse:

Sie wurde nach der altägyptischen Sphynx benannt, kommt aber ursprünglich aus Kanada: Fellpflege ist bei der Sphynx-Katze kein Thema. Da sie fast gar keine Haare besitzt, wird das Körperwärme direkt über die Haut nach außen abgegeben. Mit ihren langen Ohren und ihrer Schnauze strahlen Sphynx-Katzen etwas Geheimnisvolles aus – zugleich gelten sie aber als besonders gesellige und anhängliche Rasse.

Die Zauberhafte:

In den Harry-Potter-Filmen begleitet sie den grimmigen Hausmeister Argus Filch: Mrs. Norris gehört der Rasse Maine Coon an. Genauso sagenumwoben ist die Geschichte dieser Katzenart: Da ist Name auf ihre Ähnlichkeit zum Waschbären (englisch: racoon) basieren soll, besagt eine Legende, sie sei eine Hybridform aus Katze und Waschbär, was aber biologisch unmöglich ist. Andere behaupten, sie stamme aus einer Zucht von Königin Marie-Antoinette. Fest steht aber, dass die „Coonies“ Wasser lieben und gerne apportieren, indem sie Futter oder Gegenstände mit den Pfoten aufheben.

5. Katze allein zu Haus

Was machen Katzen eigentlich, wenn der Dosenöffner morgens zur Tür herauseilt und sie alleine zu Hause zurückbleiben? Während Freigänger oft stundenlang draußen auf Beutezug sind, dabei das ein oder andere Kleintier erlegen und abends als Geschenk mitbringen, müssen Hauskatzen ihre Energie innerhalb der vier Wände austoben.

Immer beliebter werden sogenannte „Catwalks“, Klettersysteme, die an den Wänden befestigt werden und quer durch die ganze Wohnung führen können. Außerdem gibt es zahlreiche Geduldsspiele, die man entweder kaufen oder selber basteln kann. Eine simple Lieferbox reicht aus: Verschließen Sie die Kiste fest, schneiden Sie ein paar Löcher rein und befüllen Sie sie mit ein wenig Trockenfutter oder Leckerlis. Schon haben insbesondere verfressene Hauskatzen mehrere Stunden Beschäftigung.

6. Fischig frische Eiscreme 

Ein Dose Thunfisch, ein paar gekochte Möhren und Kartoffeln und dazu zwei Tassen laktosefreie Milch oder Katzenmilch, mehr braucht es nicht für die perfekte Sommererfrischung für Katzen. Alles gut durch pürieren und in Gefrierbehälter, beispielsweise in Eiswürfelformen, geben. Dann ab in den Tiefkühler damit.

Spätestens nach zwei Stunden dürfte das Katzeneis fertig sein. Mit ein wenig Wasser servieren und die Fellnasen werden Ihnen bestimmt dankbar sein.

Das Rezept ist beliebig variierbar, je nach persönlichem Gusto des Vierbeiners. Wichtig ist nur, darauf zu achten, die Katzen nicht mit dem Eis zu überfüttern. Denn wie beim Menschen kann zu viel des Guten zu Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen führen.  

7. Hoch die Tassen im Katzencafé

Das Konzept stammt aus Japan und Taiwan. Mittlerweile hat es auch in Luxemburg Einzug gefunden: In Katzencafés können Gäste einen gemütlichen Kaffee oder Tee trinken – während sich mehrere Samtpfoten auf den Sitzen räkeln. Im „Chalon de thé“ in der Nähe des Kapuzinertheaters in Luxemburg-Stadt kann man die Tiere streicheln – und adoptieren. Denn die Stubentiger stammen aus dem Tierheim oder wurden von Vereinigungen abgegeben.

Zehn Katzen leisten den Gästen in Luxemburgs erstem Katzencafé bisher Gesellschaft. Besitzer Mehdi Mimèche könnte sich vorstellen, dass noch weitere hinzukommen könnten.

8. I have a job to do

Ob Larry, der Chief Mouser to the Cabinet, der Londoner Museumwärter Mike oder Hank, der Senatorkanidat – auch Katzen müssen manchmal schuften. Larry ist der offizielle Mäusejäger der britischen Regierung und wohnt in der Downing Street Number 10. Der Kater hat übrigens sogar seinen eigenen Twitter-Account.

Der kratzbürstige Mike war von 1909 bis 1929 im „British Museum“ in London angestellt und machte ebenfalls Jagd auf Mäuse. Im Eremitage-Museum in St. Petersburg sind bis heute über 50 Katzen für die Nagerjagd zuständig und werden vom Wachpersonal betreut.

Hank aus Amerika war sich dagegen für die Mäusejagd zu schade. Er kandidierte 2012 in Virginia für den Posten des Senators – und erhielt sogar 7.000 Stimmen. Am Ende landete er aber auf Platz drei bei der Wahl.  

9. Sieben oder neun Leben?

Wissenschaftlich bewiesen ist es nicht, doch nach Sprichwörtern und Redewendungen aus der englischen und deutschen Sprache sind Katzen erstaunlich langlebig: Neun Leben haben die Fellnasen im englischen Sprachraum, im deutschen war bis vor einigen Jahren von sieben die Rede.

Woher die Sprichwörter genau kommen, ist nicht bekannt. Fakt ist aber, dass Katzen teilweise haarsträubende Situationen wie etwa Stürze aus großen Höhen überleben können. Der sogenannte „Stellreflex“, also die Fähigkeit sich in der Luft so zu drehen, dass die Katzen auf allen vier Pfoten aufkommen und die Wucht des Sturzes durch ihre geschmeidigen Gelenke abfangen können, hat sicher dazu beigetragen, den Mythos ihrer sieben oder neun Leben zu erschaffen.

5 Kommentare

  1. 10. Katzen sind für einen Großteil der Asthmafälle verantwortlich.

    Vielleicht sollte man sie auch mit einem Pudel kreuzen wie die Schnoodels und Labradoodels. 😊

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