Da staunte der Musiker und frühere Verleger (“Op der Lay”) Robert “Gollo” Steffen nicht schlecht: Bei einem Spaziergang entlang der Straße von Esch/Sauer nach Eschdorf fiel ihm an der sogenannten “Antoniusbuche” eine Veränderung auf. Die Holzfigur des Heiligen trug eine ungewohnte “Haarpracht” … 

Sieht fast so aus wie eine hochgesteckte mittelalterliche Frisur: das Hornissennest an der Figur des Heiligen Antonius (Foto: Robert “Gollo” Steffen)

Die “Antoniusbuche” an der Straße zwischen Esch/Sauer und Eschdorf wurde in der Vergangenheit – und selbst heute noch, wenn auch viel weniger oft – von gläubigen Christen aufgesucht, die sich zum Heiligen begaben, um ihn darum zu bitten, bei der Suche nach einem verlorenen Gegenstand zu helfen. So kann man es in dem Buch “Sagenschatz des Luxemburger Landes” lesen.

Bei einem Spaziergang fiel dem bekannten Musiker Robert “Gollo” Steffen am Wochenende auf, dass sich etwas an der Haarpracht des Heiligen Antonius verändert hatte. “Ganz nah ran konnte ich nicht”, so Steffen gegenüber dem Tageblatt. “Zahllose Hornissen umkreisten die Antoniusbuche und so erwies sich die ‘Haarpracht’ beim Heranzoomen mit der Handy-Kamera als deren Nest.”

Da Hornissen unter Naturschutz stehen und das Nest kaum jemanden gefährdet – Holzfiguren sind gegen die Stiche immun –, dürfte das ungewöhnliche Bild wohl noch eine Zeit lang betrachtet werden können. Ob Sturm oder Regen: Diese Frisur sitzt!

3 Kommentare

  1. Die Natur kümmert sich nicht um das, was die Gläubigen als heilig betrachten. Die Christen sollen sich an den Hornissen inspirieren und ihre irrationale Weltanschauung aufgeben. Natürlich muss der Denkmalschutz respektiert werden. Es ist aber problematisch, solche Schreine vor Natureinflüssen zu schützen und gleichzeitig den Umweltschutz zu respektieren.

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