Das Leben der Sportvereine im Allgemeinen wurde in den letzten Jahren nicht unbedingt einfacher. Da stellen die 172 Hauptstadt-Klubs keine Ausnahme dar. Im Jahr 2015 wurde eine Motion des LSAP-Gemeinderatsmitglieds Armand Drews einstimmig vom Gemeinderat angenommen.

Es ging darum, den Vereinen auf mehreren Ebenen unter die Arme zu greifen. Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des “Service des sports” sowie aus hauptstädtischen Vereinen, ins Leben gerufen. Ihr Abschlussbericht liegt dem Schöffenrat nun seit Mai/Juni vor. “Ich bin sehr froh über das, was die Arbeitsgruppe da vorgelegt hat”, sagte Sportschöffin Simone Beissel gegenüber dem Tageblatt. “Allerdings ging es in der Hektik des Wahlkampfs zuletzt etwas unter. Wir haben uns darauf geeinigt, es sofort nach den Wahlen in Angriff zu nehmen. Wir wollten verhindern, dass jemand uns vorwerfen kann, wir würden dieses Dossier benutzen, um Wahlkampf zu führen”, so Beissel weiter.

“Maison du sport communale”

Der Bericht der Arbeitsgruppe liegt dem Tageblatt vor und enthält einige Punkte, die den städtischen Klubs weiterhelfen könnten, aber auch zugleich national anwendbar sind. Das Herzstück aus den Vorschlägen der Arbeitsgruppe ist die Einrichtung einer “Maison du sport communale”. Hier sollen sämtliche Sportvereine der Hauptstadt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, wo sie ihre administrative Arbeit erledigen oder Versammlungen abhalten können.

Somit würde man automatisch den Kontakt zwischen den Klubs stärken, woraus sich Synergien ergeben könnten. Sportvereine könnten sich gegenseitig unter die Arme greifen und ihre Veranstaltungen besser absprechen, wenn ein ständiger Kontakt bestehen würde. Außerdem sollen die Vereine in der “Maison du sport communale” Unterstützung erhalten, z.B. in juristischen Angelegenheiten oder aber bei der Einrichtung einer Internetseite. Auch Weiterbildungen für Trainer und Betreuer könnten hier stattfinden. Um den täglichen Ablauf in der “Maison du sport” zu garantieren, könnte man laut Arbeitsgruppe beispielsweise Langzeitarbeitslose einstellen, so würde der gesellschaftliche Nutzen noch gesteigert werden.

Weitere Details aus dem Bericht der Arbeitsgruppe finden Sie in der Tageblatt-Printausgabe vom Mittwoch.

 

2 Kommentare

  1. …. dieses Dossier nicht benutzen um Ahlkampf zu führen . Mit Verlaub Frau Beissel aber für wie dumm halten sie die Bürger. Schon allein mit der Veröffentlichung dieses Abschlussberichtes der Arbeitsgruppe zum jetzigen Zeitpunkt wollen sie noch punkten vor den Wahlen! Der Bericht liegt der Gemeinde seit Mei/Juni vor aber zum jetzigen Zeitpunkt erst hervorgezaubert. Wer dieser Hypokrisie Glauben schenkt ist selber Schuld!

  2. An enger Stad mat enger Fluktuatioun vu 15.000 Leit d’Joer – d’Bevölkerung wiesselt sech dee facto all 6-7 Joer komplett aus – stellt sech d’Fro, wéi ee soll mëttel- a laangfristeg Bénévoler kann engagéieren… Ech denken, den Haaptproblem vun de Veräiner an der Stad Lëtzebuerg läit och do.

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