Zum “Pacte logement” wird regelmäßig Bilanz gezogen. So denn auch die Minister Dan Kersch (Inneres) und Marc Hansen (Wohnungsbau) am Mittwochmittag. Der Pakt ist ein staatliches Instrument, mit dem – in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden – zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden soll.

Die 97 Gemeinden, die unterzeichnet haben, verpflichteten sich dazu, ihre Bevölkerung innerhalb von zehn Jahren um mindestens 15 Prozent zu erhöhen, neuen Wohnraum zu schaffen und gemeinschaftliche Infrastruktur zu realisieren. Das dritte Monitoring beschäftigt sich mit der Zeitspanne 2007 bis 2016 – eine Periode, während der 32.837 Wohnungen gebaut wurden, die nun auch bewohnt sind. 71 Prozent davon sind Appartements. Im Vergleich zur letzten Bestandsaufnahme 2014 nahm die Zahl der jährlich gebauten Appartement-Wohnungen um 13 Prozent zu.

Es bleibt Luft nach oben

45.000 Wohnungen sind zurzeit in den 97 Gemeinden geplant; 20.000 davon sind in der Bauphase und werden demnächst bezugsfertig sein. Der Staat hat die Entwicklung der entsprechenden Kommunen mit 379 Millionen Euro unterstützt; allerdings haben 23 der 97 Gemeinden noch nicht die ihnen zugeteilte Gesamtsumme genutzt. Dies macht etwa fünf Prozent der Gesamtsumme aus.

Etwa 60 Prozent dieser Gelder wurden von den Gemeinden für die Renovierung von Schulen, von Kindertagesstätten oder “Maisons relais” genutzt. Die Wachstumsvorgaben der Bevölkerung (plus 15 Prozent) wurden nicht von allen Gemeinden erreicht: Zwölf Kommunen blieben unter der Quote. Zu den Instrumenten des Paktes gehört unter anderem ein Vorkaufsrecht: 400 Baugrundstücke (135 ha) wurden entsprechend von Gemeinden und “Fonds du logement” gekauft. Ein weiteres Instrument ist der Bau von preislich günstigen Wohnungen, deren wurden 830 realisiert.

Aufgrund einer Absichtserklärung, die 2015 vom Innenministerium, Wohnungsbauministerium und Syvicol unterzeichnet wurde, wird zurzeit an einem Nachfolgepakt, dem “Pacte logement 2.0”, geplant. Die entsprechenden Arbeiten sollen im zweiten Trimester dieses Jahres mit dem neuen Büro des Gemeindesyndikates fortgesetzt werden.

3 Kommentare

  1. Ech weess net ob d’Liewensqualitéit an d’Luucht geet, wann ëmmer méi Leit am Land wunnen, a wann d’Leit ëmmer méi dicht openee liewen. Ech hunn do méng Zweifelen.

  2. 45.000 Wunnengen, mee zu wei engem Prais? Et get Wunnengen en masse, mee et kann keen se bezuelen. Wann 830 Wunnengen zu engem « genschtegen » Prais realiseiert goufen, da sin daat der weineg bei +- 33.000, eppes Klengs mei ewei 2%. Geet daat wirklech duer? Ech hun d’Impressioun, et verdingt e ganz weineg, da kritt e gehollef, oder sou vill, dass een sech souwiesou keng Suergen ze mache brauch. Et get awer och e ganze Koup Leit mat engem mëttleren Akommes, fir dei et zimlech schwiereg ass akzeptabel Konditioune ze fannen.

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